Rathaus will Strafen für Benimmregeln zurückzahlen

Palma de Mallorca |
Seit dem Inkrafttreten 2014 hat es immer wieder Proteste gegen die Ordenanza Cívia gegeben

Seit dem Inkrafttreten 2014 hat es immer wieder Proteste gegen die Ordenanza Cívia gegeben.

Foto: Foto: Joan Torres

Das Rathaus von Palma de Mallorca erstattet jene Geldbußen zurück, die aufgrund von Verstößen gegen die Benimmregeln verhängt worden waren. Das berichtet die mallorquinische Tageszeitung Ultima Hora. Hintergrund ist, dass das Oberste Gericht der Balearen das Regelwerk Anfang Februar gekippt hat.

Die Benimm-Regeln traten 2014 unter Führung der konservativen Volkspartei PP in Kraft. Das Gericht entschied, dass die Stadtoberhäupter mit dem Regelwerk ihre Konsequenzen überschritten hatten.

Die Polizei belangte in den eineinhalb Jahren Lebensdauer der Ordenanza 18.000 Menschen, die sich nicht an die Verordnung gehalten hatten. Nun können Balearen-Bürger und Touristen ihre Geldstrafen zurückfordern. Im Rathaus wolle man dafür ein vereinfachtes Verfahren einrichten, schreibt Ultima Hora. Wie das genau aussehen wird, steht allerdings noch nicht fest.

Die "Verordnung für zivilisiertes Zusammenleben" hatte unter anderem Saufgelage unter freiem Himmel, die Mitnahme von Glasflaschen an den Strand sowie das Flanieren mit freiem Oberkörper in der Stadt verboten. Aber auch Straßenkünstler wurden reglementiert. Dieser Punkt war es besonders, woran sich Palmesaner und neuen linksgerichteten Stadtoberhäupter störten. Besonders kontrollierten Polizisten an der Playa de Palma die Einhaltung der Regeln. (cls)

Kommentar

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Blitzgneißer / Vor über 2 Jahren

Quod erat demonstrandum! Wer von den mallorquienischen Behörden etwas anderes als Unsinn erwartet hat, wird durch die geübte mallorquienische Praxis eines besseren belehrt. Gesindel bleibt Gesindel!

Hajo Hajo / Vor über 2 Jahren

Die MZ schreibt, die Nelkenfrauen wären wieder zurück. Na toll, hoffentliche gehen sie einen der Richter an, die die 113 Regeln gekippt haben, damit er begreift, was er angerichtet hat.

Thomas / Vor über 2 Jahren

Ob sich diese saufenden und grölenden Menschen auch so in ihrer Heimatstadt/dorf in Deutschland aufführen? Dass sie sich so ins Koma saufen so dass sie auf Ihrem Marktpaltz in ihrem eigenen Erbrochen liegen und schlafen während sie von allen Nachbarn oder gar dem Chef erkannt werden? Und nun soll das Ganze wiede legalisiert werden? Einfach lächerlich.............

Hajo Hajo / Vor über 2 Jahren

Ganz Europa lacht doch schon über diese Posse. Und nun sollen die Bestraften noch für ihre Untaten belohnt werden und ihr Bussgeld zurück bekommen? Unfassbar !! Also schön weiter öffentlich Urinieren, Saufen, Hundekot absetzen, am Strand Urlauber von Strandverkäufern und Masseusen belästigen, Döner, Hamburger und Speiseeis halbnackt in Geschäften verzehren, also einfach weiter die Sau rauslassen. Na super !!