Galgenfrist für "Eimersaufen" und nackte Oberkörper

Palma will am 12. Mai neue Verordnung für korrektes Benehmen verabschieden

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Solche Szenen soll es an der Playa de Palma bald nicht mehr geben. Die neue Stadtverordnung verbietet Saufgelage unter freiem Hi

Solche Szenen soll es an der Playa de Palma bald nicht mehr geben. Die neue Stadtverordnung verbietet Saufgelage unter freiem Himmel.

Solche Szenen soll es an der Playa de Palma bald nicht mehr geben. Die neue Stadtverordnung verbietet Saufgelage unter freiem HiTourist mit nacktem Oberkörper in der Nähe der Kathedrale. Ein Bild, das bald schon der Vergangenheit angehören soll.

Am 12. Mai wird im Stadtrat von Palma eine außerordentliche Sitzung stattfinden. Nach dem Willen der Stadtobersten, allen voran Bürgermeister Mateo Isern, soll an diesem Tag die Ordenanza Cívica, die "Verordnung für gutes Benehmen" verabschiedet werden. Ein Regelwerk, das zu einem geordneten Zusammenleben in Palma führen soll und viele Sachverhalte des täglichen Lebens in der Stadt neu regelt.

Egal ob Obdachlose, Straßenmusiker oder Prostituierte - für viele gesellschaftliche Gruppierungen trifft die Verordnung neue Regelungen. Im Stadtrat regt sich Widerstand dagegen. Die Opposition sieht in dem Gesetzestext eine Schwächung ohnehin schon sozial Benachteiligter. Vereinigungen werfen der konservativen Stadtregierung mangelnde Bürgerbeteiligung vor. Dessen ungeachtet will diese die Verordnung mit aller Macht durchsetzen. Nach dem Inkrafttreten Mitte Mai soll es einen Testlauf geben, während dessen Bürger und Touristen nach Aussage der Stadt ausreichend informiert werden. Ab Juni, also zu Beginn der Hochsaison, sollen dann an der Playa de Palma die ersten Bußgelder verhängt werden, in der Altstadt erst im September.

Der Stadt, so Tourismusdezernent Álvaro Gijón, gehe es nicht darum, Geld zu machen. Wer die Strafe an Ort und Stelle begleicht, müsse nur das niedrigste für das Vergehen vorgesehene Bußgeld bezahlen. Je nach Schwere des Vergehens sieht der Normenkatalog einen Strafrahmen zwischen 50 und 600 Euro vor. Folgende Bereiche werden durch die Verordnung geregelt:

Badebekleidung
Wer  in Zukunft mit freiem Oberkörper oder im Badeanzug durch Palma flaniert, muss sich auf eine Geldbuße gefasst machen. Das Verbot gilt auch im öffentlichen Nahverkehr,  nicht jedoch an Strandpromenaden und Straßen, die zu den Stränden führen. Ein Verstoß wird mit 50 bis 200 Euro bestraft.

Alkoholkonsum
Gegen Saufgelage unter freiem Himmel will die Stadt mit harten Bandagen kämpfen. Das „Eimersaufen” an der Playa de Palma ist damit angezählt. Alkoholkonsum auf den Straßen und am Strand ist bald tabu, jedenfalls in größeren Gruppen und wenn es zu Lärmbelästigungen kommt. Die Getränke werden konfisziert und das Vergehen mit 200 bis 400 Euro geahndet.

Sauberkeit
Auf die Straße spucken oder urinieren kostet 50 Euro. Ebenso geahndet wird das Ausspucken von Kaugummis,  das Wegwerfen von Zigarettenkippen und das Ausklopfen von Teppichen im öffentlichen Raum. Die Höhe des Bußgeldes beträgt auch hier 50 Euro. Bei einem besonders schweren Fall von Umweltverschmutzung können die Beamten bis zu 200 Euro verhängen.

Betteln
Das sogenannte „aggressive Betteln“ ist den Stadtherren schon lange ein Dorn im Auge. Wer zu nachdrücklich oder unter Androhung von Gewalt um Geld bittet, muss mit einem Bußgeld rechnen. Vor allem, wenn Minderjährige betroffen sind. Scheibenputzen an den Ampeln wird durch das neue Regelwerk verboten. In Fällen „echten Bettelns“ plant die Verwaltung, sofort das Sozialamt einzuschalten. Unter keinen Umständen, so Tourismusdezernent Álvaro Gijón, dürfe die neue Verordnung zulasten der Schwächsten der Gesellschaft gehen.

Tiere
Zur Kasse gebeten werden Hundebesitzer, die den Kot ihrer Vierbeiner nicht beseitigen, allerdings mit deutlich niedrigeren Bußgeldern als in der Vorgängerverordnung. Dort waren noch Strafen bis zu 1500 Euro vorgesehen. In der neuen „Ordenanza Cívica” sind es nur noch 50 bis 200 Euro.

Straßenprostitution
In Zukunft werden nur noch die Freier, nicht mehr die Prostituierten bestraft. Aus dem Gesetzestext wurden sämtliche Formulierungen, die sich auf die Dirnen beziehen, gestrichen. So kann mit 200 bis 400 Euro be-straft werden, wer die Dienste in Anspruch nimmt, nicht aber, wer sie anbietet.

Klimaanlagen
Wer mit Klimaanlagen heizt oder kühlt, sollte darauf achten, dass Nachbarhäuser nicht davon beeinflusst werden. Sinkt oder steigt die Temperatur in angrenzenden Gebäuden aufgrund der Klimaanlage um mehr als drei Grad Celsius, droht eine Geldbuße.

Strandbenutzung
Wer trotz Badeverbot bei roter Flagge im Meer badet, wird um 200 bis 400 Euro „erleichtert”. Glasgefäße sollten besser zu Hause gelassen werden. Am Strand werden sie nicht mehr geduldet.

Schmierereien
Graffiti, Bemalungen und Schmierereien jeglicher Art sollen aus dem öffentlichen Raum verschwinden. Egal ob auf Hauswänden,  Nahverkehrsmitteln oder auf dem Boden. Sprayer und andere „Kreative” zahlen, sofern sie erwischt werden, 200 bis 400 Euro Strafe. Die Schmierfinken können von der Polizei dazu verpflichtet werden, ihr „Werk“ selbst zu beseitigen.

Radfahren
Zweiradfreunde aufgepasst! Radfahren auf dem Gehsteig kostet 50 bis 200 Euro.

Straßenkünstler
Straßenmusiker dürfen in Zukunft nicht mehr unmittelbar vor Geschäften, Denkmälern und historischen Gebäuden musizieren, wenn so der Zugang zu diesen verhindert oder erschwert wird. Außerdem müssen sie sich an die Ruhezeiten halten (22 bis 10 Uhr, in der Altstadt 21 bis 10 Uhr, und 14 bis 17 Uhr). Besonders laute Instrumente sind gänzlich verboten (Schlagzeuge, Trommeln, Trompeten). Aufgrund des heftigen Widerstandes der Straßenkünstler gegen die neue Stadtverordnung wollen sich die Stadtobersten im Sommer mit diesen an einen Tisch setzen und über ein gesondertes Regelwerk diskutieren.

Lesen und kommentieren Sie auch den Leitartikel "Werden die Regeln der Stadtverordnung auch wirklich durchgesetzt?" im MM-Blog.

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  • Ohne Regeln gibt es nun mal kein geordnetes Zusammenleben. Das ist schon richtig: 80.78%
  • Staat oder Stadt müssen nicht alles regeln. Ich bin dagegen: 6.41%
  • Einige Regeln sind schon richtig. Aber man sollte die Urlauber in Ruhe lassen: 12.81%

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H.F. / Vor über 4 Jahren

Jahrelang hat man sich über allerlei Unsitten auf Mallorca aufgeregt. Jetzt will man gegen diese vorgehen. was passiert: genau dieselben "Aufreger" machen sich für das, was sie angeprangert haben, auch noch stark. Versteh einer die Welt.

André / Vor über 4 Jahren

In Germany gibt es leider kein Zusammenhalt ! Und hier auf Mallorca wird es das auch nicht geben u ewig grüßt das Murmeltier !!! Auf deutsch :der deutsche kommt jedes Jahr auf diese Insel.Und wenn er auch drauf zahlt auf Dauer !!!! Aber recht gebe ich @ Frank.

Frank / Vor über 4 Jahren

Eimersaufen am Ballermann verboten ??? Männer werden bestraft wenn es eine Nutte geschaft hat einen besoffen "herum" zu kriegen ??? Nutten können jetzt ohne Angst Ihre Arbeit nachgehen also Turisten schön beklauen weil die Polizei jetzt keine Strafen mehr für Nutten ausgibt nur für Freier ? Macht mal weiter so !!! Andere Länder reiben sich die Hände und nehmen euch gerne die Touristen ab !!!

Peter / Vor über 4 Jahren

Da gebe ich ihnen recht Frau Meyer ..., Hab des öfteren auch gelesen was diese suspekte Person von sich gibt.. Kleiner tip an alle ! Einfach ignorieren den Senf, denn nicht beachtung ist die Größte Strafe.. Sie sucht nur Aufmerksamkeit hier und nix anderes.. Wenn man liest wo sie sich rumtreibt,das sagt dich alles aus. Magaluf, Santa usw..... Passt irgendwie alles zusammen. Ein schönes erholsames an die positiv eingestellten.

Carmen Meyer / Vor über 4 Jahren

Wie peinlich von der Person hier alles nachzulesen die als Senf bezeichnet wird und auf alles anspringt,,wenn man sie live sieht bestimmt 200kg u genau das was die @Moldau von sich gibt ! Ist in Wahrheit sie selber zu 100% wie kann man nur so verbissen sein, aber für ihre Depressionen kann sie nix. Am besten von ihr dieses Zitat hier " niveaulosen Typen" aber selber "ZERO" niveaulos.... und nur Kommentare die belanglos u auf wichtig u nix dahinter... Bitte sperrt doch solche austeiler hier die nix einstecken können,aber im austeilen große Klappe u nix dahinter. Wieviele Persönlichkeiten hat die hier ? Hasta luego schreibt sie :) Spanisch für Anfänger würd ich sagen ! Und als Lehrer. Sag ich mal " 6 setzen " Klassenziel nicht erreicht ( Senf ) Lieben gruss an alle anderen Inselbewohner von hier die Carmen

Karin Moldau / Vor über 4 Jahren

so, wie sich das liest, fühlen sich die postenden Herren angesprochen und die Damen, die im Bikinioberteil, eingefettet auf Stuhlpolstern in den Cafés sitzen. Männerfeindlich angehaucht, stimmt, bei den niveaulosen Typen, die sich uns so hier präsentieren, könnte es dazu kommen.. Wünsche Ihnen Allen einen herrlichen Abend.. freu mich über Ihre comentarios.. hasta luego

TIM.O / Vor über 4 Jahren

Vielleicht sollte man für den Senf eine Insel bauen wo nur sieist ;-) dann KO''''sie auch nicht... Vielleicht hat ihr Mann sie betrogen mit der Nachbarin u er war oben rum frei in magaluf... Es grüßt euch Tim Osterholz

Lutz Obermanns / Vor über 4 Jahren

Moldau ist Männer feindlich angehaucht,,, Ich find ihre Kommis auch zum Ko***** Hat wohl zu viel Freizeit in Magaluf / Santa Ponca / Palma Nova verbracht, da das Geld nicht gereicht hat für ne anständige Reise wo keine nackten Menschen o Oberkörper sind.Das mit dem Senf kann ich bestätigen, hab etwas gebraucht in meinem Alter, aber läuft :-)Greetz Lutz

Rainer / Vor über 4 Jahren

Mensch lass doch die Moldau in Ruhe.Sie hat viel Fachwissen in ihrer Umgebung mit der oberfreien Kultur usw.... Und der Senf darf immer dabei sein in fast jeder Rubrik ? Langsam fällt es mir auch auf ! Der Rainer aus Cala Sa Nau.

Gerda / Vor über 4 Jahren

Kann es sein Frau Moldau das sie turisten auf der Insel begleiten ? Wo sie nicht überall sind !!! Guter tip ? Jens Büchner würde gerne arbeiten.