Familie von Ana Niculai fordert Schadensersatz

Anwalt wirft den Behörden Versagen im Umgang mit dem Täter vor

Die 25-jährige Ana Niculai wurde 2010 entführt und ermordet.

Die 25-jährige Ana Niculai wurde 2010 entführt und ermordet. Nun verlangt ihre Familie Schadensersatz.

Foto: Foto: Archiv Ultima Hora

Die Familie der 2010 ermordeten Rumänin Ana Niculai fordert 1,6 Millionen Euro Schadensersatz vom spanischen Innenministerium. Sie wirft dem Staat "schwere Versäumnisse" bei der Überwachung des Täters vor. Der Mörder der jungen Frau war zur Tatzeit als Freigänger nicht im Gefängnis gewesen.

Der mittlerweile wegen Mordes zu 33,5 Jahren Haft verurteilte Alejandro de Abarca verbüßte 2010 bereits eine neunjährige Haftstrafe wegen Sexualdelikten und Raubes, hatte aber am Tag des Verbrechens Freigang.

Der Anwalt der Familie hält den Behörden vor, dem Mann damals ein Wochenende "auf freiem Fuß" gewährt zu haben, obwohl er offensichtlich gefährlich war und Zeugenaussagen zufolge regelmäßig Drogen konsumierte. Zudem hätten die Verantwortlichen viel zu lange gezögert, die Behörden zu informieren, nachdem sich der Mann im Gefängnis nicht mehr zurückgemeldet hatte.

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aviator / Vor über 4 Jahren

egal ob spanien oder deutschland......solche gewaltverbrecher haben keinen freigang verdient...absitzen bis zum letztmöglichen tag.....was mir noch gefällt das urteil...33,5 jahre haft...in deutschland allenfalls 25 jahre wobei bereits nach 15 jahren hafterlass beantragt werden kann...als info...ein in deutschland zu "lebenslanger haft " verurteilter sitz im durchschnitt 19,6 jahre ab....