Mutter der getöteten Ainhoa zu 12,5 Jahren Haft verurteilt

Geständiger Lebenspartner muss zehn Jahre ins Gefängnis

Auf der Ankllagebank: Die Mutter der kleinen Ainhoa (kleines Foto) und ihr Lebenspartner.

Auf der Ankllagebank: Die Mutter der kleinen Ainhoa (kleines Foto) und ihr Lebenspartner.

Foto: Foto: Alejandro Sepúlveda

Die Mutter der achtjährigen Ainhoa ist wegen Totschlags zu 12,5 Jahren Haft verurteilt worden. Ihr Lebenspartner muss für zehn Jahre ins Gefängnis. Die beiden hatten vor Gericht gestanden, im Sommer 2011 das Mädchen so brutal geschlagen zu haben, dass es einen Schädelbruch erlitt. Erst nach zwölf Stunden riefen sie den Notarzt.

Als die Ambulanz eintraf, konnten die Mediziner dem Kind nicht mehr helfen. Der Fall in Palmas Stadtteil Coll d'en Rabassa hatte damals auf ganz Mallorca für Entsetzen gesorgt.

Das Gericht fällte das Urteil am Montag, nachdem die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung zu einer Übereinkunft gelangt waren. Die Mutter und ihr Lebenspartner räumten alle Vorwürfe ein und bekannten sich schuldig im Sinne der Anklage. Der Prozess, für den mehrere Verhandlungstage vorgesehen waren, wurde dadurch bereits am ersten Tag beendet, schreibt die spanische Tageszeitung "Ultima Hora" im Internet.

Ursprünglich hatten den Angeklagten Haftstrafen von 18 und 24 Jahren gedroht. Das Paar war zudem der versuchten Vergewaltigung und der unterlassenen Hilfeleistung beschuldigt worden.

Das Gericht ging davon aus, dass Ainhoa regelmäßig von der Mutter und deren Lebensgefährten geschlagen worden war. Am Körper des Kindes waren Hämatome und Wunden entdeckt worden.

Neben den Haftstrafen wurden das Paar zur Zahlungen von 500.000 Euro Entschädigung an den leiblichen Vater des Mädchens verurteilt. Die Großeltern mütterlicherseits sollten 120.000 Euro erhalten, allerdings verzichteten sie auf den Anspruch. 

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