Auf Kaution

Korruptionsverdächtige haben 50 Millionen Euro hinterlegt

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Die Ermittlungen wegen vermeintlicher Korruptionsfälle von mallorquinischen Politikern und Beamten haben sich in den vergangenen Jahren massiv gehäuft. Die Betroffenen mussten Kautionen in einer Gesamthöhe von mehr als 50 Millionen Euro hinterlegen, teilt die Staatsanwaltschaft mit.

Spitzenreiter ist der ehemalige Ministerpräsident Jaume Matas, der 4'6 Millionen Euro hinterlegen musste. Auf Rang zwei folgt der ehemalige Wirtschaftsminister Josep Juan Cardona (2'9 Millionen). Ex-Inselrats- und Parlamentspräsidentin Maria Antònia Munar hat 2'8 Millionen Euro Kaution gezahlt.

Insgesamt laufen Ermittlungen gegen mehr als 300 Politiker, Beamte und Funktionäre. Die meisten der vermeintlichen Korruptionsfälle stammen aus der vergangenen Legislaturperiode (2003-2007), als die konservative Volkspartei (Partido Popular, PP) gemeinsam mit der liberalen Uniò Mallorquina (UM) an der Macht war.

In Spanien existieren zwei verschiedene Formen der Kaution. Die eine gilt als Sicherheitsleistung, um zu garantieren, dass der Beschuldigte nicht flieht ("caución penal"). Durch Hinterlegung dieser Kaution lässt sich die Untersuchungshaft vermeiden. Die andere ("caución civil") soll mögliche Schadensersatzansprüche abdecken, falls dies der Richter im Prozess so entscheidet.

Wann die Prozesse gegen die ehemaligen balearischen Spitzenpolitiker stattfinden, ist derweil noch unklar. Ex-Ministerpräsident Matas muss an diesem Donnerstag, 24. März, zunächst erneut als Beschuldigter vor dem Ermittlungsrichter aussagen.

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