Sechs Jahre Haft für Munar gefordert

Staatsanwälte beschuldigen die Ex-Inselratspräsidentin der Korruption

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Das Grundstück von Can Domenge.

Sechs Jahre Haft fordert die Staatsanwaltschaft für die ehemalige Inselratspräsidentin Maria Antònia Munar sowie für drei weitere ehemalige Dezernenten der Behörde im Korruptionsverfahren rund um den Grundstücksverkauf Can Domenge in Palma. Die Beschuldigungen lauten auf Betrug der öffentlichen Verwaltung und Geheimnisverrat.

Das Grundstück, das damals dem Inselrat gehörte, hatte für 30 Millionen Euro den Besitzer gewechselt, obgleich der Wert nach Angaben des Finanzamtes doppelt so hoch war. Auf dem Gelände des Friedhofs von Palma sollte ein neues Wohnviertel entstehen.

Der Verkauf des Grundstücks war nach Angaben der Anti-Korruptionsstaatsanwälte in Form eines manipulierten Wettbewerbs über die Bühne gegangen. Damals hatte der unterlegene Baukonzern Nuñez y Navarro, der 60 Millionen Euro geboten hatte, gegen den Konkurrenten und den Inselrat geklagt.

Die Baupläne für das angedachte Viertel waren dem französischen Starachitekten Jean Nouvel in Auftrag gegeben worden. Gegen die Ex-Politikerin Munar sind noch weitere Ermittlungsverfahren anhängig. (as)

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