John Barrys Unvollendete

Mallorca-Landsitz des verstorbenen Komponisten wurde nie fertiggestellt

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Was an ihn auf Mallorca erinnert, ist sein nicht fertiggestelltes Landhaus, auf einer Anhöhe nahe Santa Margalida: Komponist John Barry. Der britische Musiker, der als Genie der Filmmusik galt – besondere Popularität erlangten seine Kompositionen für die James-Bond-Reihe, er schrieb auch Soundtracks für „Jenseits von Afrika” oder „Der mit dem Wolf tanzt” –, erlag am 30. Januar im Alter von 77 Jahren einen Herzinfarkt.

Schon in den 1970er Jahren, auf dem Höhepunkt seiner Karriere – er ist Träger zahlreicher Filmpreise, darunter fünf Oscars –, entdeckte Barry Mallorca. Das erste Mal kam er mit seiner damaligen Ehefrau, der französischen Sängerin und Schauspielerin, Jane Birkin, auf die Insel. Sie war es auch, die ihn mit dem französischen Baron Bourdilon de Queylar bekannt machte, der ein Anwesen unweit von Santa Margalida besaß. Hier fanden damals auch heiß begehrte Jetset-Partys statt, auf denen sich neben Maler Joan Miró auch Tarzan-Mime Lex Barker und Beatrix, Königin der Niederlande, ein Stelldichein gaben.

John Barry fühlte sich schnell „at home” in Santa Margalida und kaufte in nächster Nachbarschaft zu seinem neuen französischen Freund ein Grundstück, auf dem er ein ambitioniertes Anwesen errichten wollte. Allerdings: Das prunkvolle Landhaus wurde nie vollendet. Die Dorfbewohner wissen bis heute nicht, was aus dem bekannten Fast-Nachbarn geworden ist, das nur in Teilen fertige Haus verfiel mit den Jahren. Vor einigen Jahren kam Barrys Tochter nach Santa Margalida und verkündigte, ihr Vater würde zurückkehren, was nie geschah. Was nun aus dem Haus wird, ist offen.

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