Mallorca: Steinreiches Eiland

Mallorca entdeckt seine Fülle an geologischen Kulturgütern. Ein Katalog listet die bedeutendsten Fundstätten auf. Noch 2009 soll ein Gesetz diese „unersetzlichen" Orte verstärkt schützen. MM stellt sie in einer neuen Serie vor

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Mallorca: Bilderbuch-Kulisse aus unberührter Küste, Bergen, Wäldern und Meer.

Dass Mallorca reich ist an Naturschönheiten, wird von offizieller Stelle immer wieder gerne betont. Vor allem das balearische Tourismusamt Ibatur wirbt bevorzugt mit der Landschaft der Insel, der Kulisse aus unberührter Küste, Bergen, Meer, Wäldern und Weite. Die Insel hat ihre Reize, ganz sicher, doch nun ist das Besondere mancher ihrer Erscheinungen erstmals in einem Katalog aufgelistet worden, um sie noch besser schützen zu können.

Vier Jahre lang haben Experten des spanischen Instituts für Geologie und Bergbau (IGME) die Inseln unter die Lupe genommen und alle Fundstätten, die einzigartige Charakteristika aufweisen, zusammengetragen. Auf Mallorca wurden insgesamt 33 Punkte festgehalten, die aus der Sicht der Geologen die Exklusivität der Insel herausstreichen. Mit dabei sind nicht nur Steine – wie man vermuten könnte – etwa in Form von Felsen, Höhlen, Steilklippen, Schluchten, Berggipfeln und anderen Gesteinsbrocken, sondern auch Strände, etwa in Form von Dünensystemen. Mehr noch: Bei vielen Katalogeinträgen dreht sich manches um Wasser, die Hydrogeologie wurde nicht ausgeklammert. So sind unter den Besonderheiten auch Quellen, artesische Brunnen und Feuchtgebiete wie die S'Albufera genannt.

Sinn und Zweck des Katalogs ist es, die geologischen Highlights festzuschreiben und sie separat vor Zerstörung und Abnutzung zu bewahren. Zwar liegen viele dieser Orte ohnehin in Naturschutzgebieten, aber häufig ist ihre bedeutsame Einzigartigkeit vielen Menschen bislang weitgehend unbewusst gewesen. Aus diesem Grund bildet der Katalog der geologischen Kulturgüter der Inseln die Basis für ein Gesetzesdekret, das nach Angaben des balearischen Umweltministeriums noch in diesem Jahr in Kraft treten soll. „Eines ist klar”, sagte ein Sprecher, „diese Kulturgüter sind unersetzlich. Sollten sie einmal verloren gehen, können sie nicht wiederbeschafft werden.”

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