„007“ mixt auf Mallorca

Fabio Rafaelli, Barchef der Grupo Tristán, führt in die Kunst der Cocktails ein

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Fruchtig samtig, aber durch eine angenehme Bitterheit unwahrscheinlich süffig: Der Aperol-Sour macht Schluck für Schluck gute Laune – Party für die Geschmackspapillen. Dabei hat Fabio Rafaelli ihn aus wenigen Zutaten gezaubert: Sechs Zentiliter Aperol, fünf Zentiliter Zitronensaft, frisch gespresster Orangensaft, ein Spritzer „Angostura Bitter“ – et voilà. „Normalerweise wird ein Sour immer mit einer Orangenscheibe dekoriert, aber weil es eine Variation des Sour ist, können wir auch bei der Optik ein wenig abweichen, zum Beispiel mit einer Spirale aus Orangenschale. Dafür dreht man am besten ein Stück Schale um einen Strohhalm, um sie in Form zu bringen“, erklärt der 28-Jährige und wirbelt umher. Der Barchef der Grupo Tristán, von der European Bartender Association als einer der besten Bartender unter 30 Jahren im High-End Bereich der Mixgetränke ausgezeichnet, wird sich künftig ins Nähkästchen blicken lassen.

Im zweiwöchigen Rhythmus wird er in der Fórmula Schwaiger in Portals Nous Cocktailkurse anbieten, in denen er nicht nur Handgriffe und Rezepte, sondern auch die kleinen Geheimnisse der Profis verraten wird. „Zum Beispiel, wie man exakt die Zentiliter einschenken kann, ohne dafür vorher mit dem Messbecher einzuschenken: Durch Zählen! Sechs Zentiliter – dafür zählen Sie einfach nur bis acht!“ „Sekt oder Champagner sind auf Dauer schnell langweilig – Gäste mal mit einem Cocktail zu begrüßen ist originell, aber oft traut man sich alleine nicht an Cocktails heran“, erklärt Tristán-Direktor Claudio Marini.

Nach dem Erfolg der Kochschule Fórmula Schwaiger wolle man weiter an das Konzept anknüpfen. Jeder Kurs dauert vier Stunden, Beginn ist um elf Uhr, der Preis beträgt 89 Euro. Los geht es am 7. März mit tropischen Cocktails und Smoothies, am 21. März stehen klassische und moderne, am 4. April Martini Cocktails auf dem Programm – Letztere sind übrigens Rafaellis Spezialität. Als waschechter James-Bond-Fan, der von seinen Kollegen spaßeshalber auch mal „007“ gerufen wird, ist natürlich der Dry Martini sein Lieblingsdrink.

Auf die Frage, was ein Mixgetränk zu einem perfekten Cocktail mache, muss er schmunzeln: „Da halte ich es mit der Beschreibung eines der besten Barkeeper der Welt, der sagte, ein Cocktail müsse so sein wie eine Frau: Hübsch, gut gekleidet – und ihre Küsse müssen schmecken.“

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