Don Capricho dreht als Erster die Musik auf. Aus den
Lautsprechern der Losbude mit dem Namen ,,Herr Schnickschnack"
dröhnt Latino-Pop, während die meisten anderen Attraktionen auf
Palmas Frühjahrskirmes noch verrammelt sind. Über den fast
menschenleeren Kirmesplatz weht ein runzeliger Luftballon vom
Vorabend. Die mehr als 170 Schausteller auf der Fira del Ram lassen
es gemächlich angehen. Erst in den Abendstunden wird es hier so
richtig hoch hergehen.
Die Kirmes in Palmas Industriegebiet Son Fuster gehört zu den
Hauptattraktionen des mallorquinischen Frühlings und lockt Jahr für
Jahr Tausende Besucher an. So auch in diesem Jahr: Seit dem
vergangenen Wochenende prangt wieder das von weither sichtbare
Riesenrad über Palmas Osten. Seit zwei Jahren findet die Kirmes
dort im Industriegebiet Son Fuster statt, wo mehr Platz zur
Verfügung steht. Früher hatte die Fira del Ram ihren Standort
direkt gegenüber vom Hauptfriedhof. Noch bis zum Sonntag, 20.
April, bleibt die Kirmes diesmal in Palma.
Das breite Angebot an Attraktionen verspricht erneut gute
Unterhaltung für jeden Geschmack - ob es nun rasant zugehen soll,
gruselig oder beschaulich. Zu den Neuheiten gehört in diesem Jahr
etwa "El Límite", das eine Grenzerfahrung der besonderen Art
verspricht: Ein Karussell, das sich nicht nur in halsbrecherischem
Tempo dreht, sondern gleichzeitig auch noch in die Höhe
schießt.
Zu den beliebtesten Attraktionen gehören ferner vor allem
diejenigen, die besonders viel Adrenalin bei den Besuchern
freisetzen: Der Salto Mortale gehört sicher dazu und macht seinem
Namen wahrlich alle Ehre.
Auf der Fira del Ram kommen allerdings auch die Kleinen auf ihre
Kosten, denen die rasanten Geschwindigkeiten ebenso wenig zuzumuten
sind, wie die teilweise grauenhaften Gruselkabinette (Tempel des
Bösen, Teuflisches Schloss). Auch das gute alte Dosenwerfen hat
noch nicht ausgedient. Besonderer Beliebtheit erfreut sich beim
Nachwuchs aber das aus lebendigen und wohlgestriegelten Ponys
bestehende Karussell. ,,Alle zwei Stunden werden die Pferdchen
ausgetauscht", heißt es auf einem Schild.
Die Preise für das Kirmesvergnügen sind im Vergleich zum Vorjahr
stabil geblieben, beteuern die Aussteller. Zwischen ein und drei
Euro kostet die Fahrt in den meisten Fällen.
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