Mallorca ärgert den Meister

Inselklub muss sich Real Madrid nach großem Kampf geschlagen geben und wartet nun schon seit vier Spieltagen auf einen Sieg. Nach der Länderspielpause trifft Real Mallorca auf den FC Sevilla

Auch eine Niederlage kann ein positives Signal sein – das trifft zweifellos auf die 3:4-Niederlage der Inselkicker beim spanischen Meister Real Madrid zu. Denn die Mannschaft von Trainer Gregorio Manzano leistete den Königlichen eindrucksvoll Widerstand und war nahe dran an einem Sieg. Anzeichen einer Krise offenbart die Mannschaft nicht, auch wenn sie nun schon seit vier Spieltagen auf einen Sieg wartet.

Selbst von einem zweifachen Rückstand durch Ma drids Brasilianer Robinho (11. und 17. Minute) ließ sich die Mannschaft nicht verunsichern und schaffte beide Male den Ausgleich durch Fernando Varela (13. und 36. Minute). In der zweiten Halbzeit gingen die Inselkicker sogar durch Dani Güiza in Führung (57. Minute), bevor der Meister seine ganze Klasse zeigte und das Spiel drehte (Raúl und van Nistelrooy, 62. und 72. Minute).

Anschließend konnte es sich Trainer Gregorio Manzano sogar erlauben, der verpassten Gelegenheit ein wenig nachzutrauern und dem Schiedsrichter eine Teilschuld an der Niederlage zuzusprechen. Der hatte nämlich sowohl ein klares Handspiel von Madrids Verteidiger Gabriel Heinze übersehen, als auch die Abseitsposition von Robinho bei dessen zweitem Treffer. Vor allem Madrids deutscher Trainer Bernd Schuster musste sich deshalb nach dem Spiel Häme gefallen lassen: „Diesmal beschwerst du dich nicht?”, fragte Mallorcas Tageszeitung Ultima Hora. Schuster hatte nach der Niederlage beim FC Sevilla in der Vorwoche den Unparteiischen scharf attackiert – dieser komme schließlich aus Katalonien und habe gegen Real Madrid gepfiffen, um dem FC Barcelona einen Gefallen zu tun.

Madrids deutscher Innenverteidiger Christoph Metzelder musste gegen die Inselkicker erneut zusehen – wie schon beim 0:0 in der Champions-League bei Olympiakos Piräus. Schuster betonte, er habe dem Ex-Dortmunder angesichts des vollen Terminkalenders lediglich eine Verschnaufpause eingeräumt.

Die bekommt bei Real Mallorca derzeit Jonás Gutiérrez. Der argentinische Offensivspieler will unbedingt nach England wechseln, wo ihm der FC Portsmouth angeblich ein Millionengehalt zu zahlen bereit ist. Darum hatte Gutiérrez vor dem Auswärtsspiel in Madrid vom Klub eine Zusatzversicherung gefordert, die ihm die entgangenen Einnahmen ersetzen würde, falls er sich verletzen sollte. Trainer Manzanos Reaktion darauf fiel eindeutig aus: Er strich den Mittelfeldspieler kurzerhand aus dem Kader.

Da die Liga an diesem Wochenende pausiert, haben die Inselkicker nun eine Woche Zeit, ihre Probleme zu lösen. Erst am Sonntag, 25. November, steht das Auswärtsspiel beim FC Sevilla an. Dann will die Mannschaft an den erfolgreichen Saisonstart anknüpfen und nach zuletzt nur zwei Unentschieden aus vier Spielen endlich wieder einen Dreier einfahren.

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