Maffay-Restaurant: Essen, hören, sehen

In Peter Maffays Restaurant Trencadora soll ab sofort nicht mehr nur der Gaumen verwöhnt werden. „Zur Not jamt der Chef auch mit”

|

Man muss schon genau hinsehen, um das dezente, ockergelbe Schild oberhalb der höchsten Flaschenreihe an der Bar des Restaurants Trencadora wahrzunehmen. Es ist einem Verkehrszeichen nachempfunden, das das Ende der Stadt München ankündigt. Der darunter aufgeführte nächste Ort ist allerdings für deutsche Verhältnisse recht weit weg. Und ein Ort im eigentlichen Sinne ist es auch nicht. „Mallorca 1636” ist dort zu lesen. Auch wer keinen Führerschein hat, versteht die Botschaft. Jutta Dammermann hat ihre bayrischen Zelte abgebrochen, um etwas mehr als 1600 Kilometer südlich neuen Wind in das Restaurant der Peter-Maffay-Stiftung in Pollença (Calle Ramon Llull, 7) zu bringen. Kulinarisch und vor allem kulturell.

„Ich versorge die Band schon seit Jahren und bin auf ausdrücklichen Wunsch von Peter hergekommen, um wieder etwas mehr Schwung in den Laden zu bringen”, betont die energische 55-Jährige. Und nach einer halbjährigen Eingewöhnungs- und Orientierungsphase soll es nun mit dem Schwung auch richtig losgehen. „Ab sofort werden wir hier jeden Donnerstagabend Live-Musik verschiedener Stilrichtungen bieten. Lokale und internationale Musiker.” Man wolle einen Treffpunkt für Musik- und Kulturfreunde bieten, der neben einer gemütlichen Atmosphäre, und gutem Essen viel Raum für Gespräche, Ideen und Kreativität biete. „Zur Not jamt auch Peter bei den Sessions mit.”

Den erhofften Ausstellungsreigen eröffnen um die 70 von weit über 1000 Fotos von Musiklegenden, die Dammermanns Lebenspartner, Klaus Schmalenbach (55), im Laufe seiner 30-jährigen Tätigkeit in der Musikbranche zusammengetragen hat. Darunter einige wirkliche Perlen. Unter anderem der noch halbstarke Mick Jagger beim Armdrücken mit Brian Jones; Elvis Presley während seiner Militärzeit in Deutschland, wie er sich mit ebenfalls durchgefrorenen Kameraden im verschneiten Wald die Hände an einem Lagerfeuer wärmt; Elton John mit einer monströsen Orgel; ein relaxter Jimi Hendrix in München, eine gut gelaunte Janis Joplin und viele mehr.

Der Gaumen der Gäste wird mit internationalen und mediterranen Gerichten verwöhnt, deren Ingredienzien weitestgehend auf dem hauseigenen Bio-Bauernhof angebaut werden. Der Wein kommt von der nahe gelegenen und preisgekrönten Bodega Ca'n Vidalet.

Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

Noch kein Kommentar vorhanden.