Tödliches Geschenk an die eigenen Kinder

Bluttat in Palma: Hafturlauber sticht Ex-Partnerin mit Küchenmesser nieder

Eine blutige Familientragödie hat in Palma die Drei-Königs-Feier - das traditionelle Weihnachtsfest der Mallorquiner - überschattet. Mit einem Küchenmesser stach ein 44 Jahre alter Spanier am Donnerstag vergangene Woche elf Mal auf seine Ex-Partnerin ein und tötete sie. Das Paar hatte zwei gemeinsame Kinder im Alter von drei und fünf Jahren. Die 26 Jahre alte Marie Margot S., eine in der Schweiz geborene Französin, hatte ihren Ex-Freund am Morgen im Gefängnis in Palma abgeholt, um das Familienfest gemeinsam mit den Kindern zu verbringen. Hierfür waren dem 44jährigen ein paar Tage Hafturlaub bewilligt worden. Der Spanier war unter anderem wegen Raubes sowie einer versuchten sexuellen Nötigung im Jahre 1991 zu 18 Monaten Haft verurteilt worden. Er wäre im Februar frei gekommen.

Die Französin, die seit mehreren Jahren auf Mallorca lebte, war mit ihren Kindern im Hause ihrer Großmutter in Palmas Stadtviertel Els Hostalets untergekommen. Um 21.25 Uhr - während in Palma der Drei-Königs-Umzug durch die Straßen zog – hörten die Nachbarn im Carrer de Lluna aufgeregte Schreie. Als ein Anwohner auf die schmale Gasse trat, sah er seine Nachbarin auf der Erde liegen. Der Spanier zog ihr dabei gerade das blutige Messer aus dem Leib. „Komm mir nicht nahe, denn die hier ist schon tot”, warnte der Gewalttäter und trat danach die Flucht an.

Nach Angaben der Polizei war der Spanier fünf Minuten zuvor in das Haus eingedrungen und hatte die Mutter mit einem Messer attackiert. Die junge Frau hatte noch versucht, mit dem jüngeren Kind in den Armen zu flüchten.

Der zu Hilfe gerufene Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen. Die Bluttat rief in Palma Wut und Trauer hervor. 150 Angehörige, Kolleginnen (die Französin verdiente ihr Geld als Kellnerin), Politiker und Frauenrechtler versammelten sich zu einer Mahnwache in Palma.

Nachbarn beschrieben den 44jähringen als schwierigen Charakter. Er soll sich mit der Französin mitunter heftig gestritten haben. Allerdings lagen gegen ihn keine Anzeigen wegen häuslicher Gewalt vor.

Der 44jährige stellte sich einen Tag nach der Bluttat im Beisein seines Bruders der Polizei. Der Richter erließ Haftbefehl.

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