Als hätte Jürgen Trittin in Palma Asyl bekommen ...

... mutete die Meldung an, dass man die Kathedrale künftig durch einen Windpark sieht. Viele Scherze zum 28. Dezember

Am Mittwoch wurde in den mallorquinischen Zeitungen mal wieder gelogen, dass sich die Balken bogen. Man schrieb den 28. Dezember, den „Día de los Santos Inocentes”, den „Tag der unschuldigen Kinder”. In Spanien ist es üblich, an diesem Tag Scherze zu machen, wie in anderen Ländern am 1. April.

Und die Journalisten auf Mallorca ließen ihrer Phantasie freien Lauf. So schrieb zum Beispiel die MM-Schwesterzeitung „Ultima Hora”, dass in der Bucht von Palma, direkt vor der Kathedrale, ein Windpark entstehen soll. Zunächst seien vier Windräder von jeweils 70 Meter Höhe vorgesehen, sechs weitere würden später folgen. Mit diesen Windrädern könne man nicht nur den Strombedarf von 8000 Haushalten decken, sondern bewirke auch, dass der geplanten Neugestaltung der Meeresfassade ein Touch moderner Technik verliehen werde. Diese Meldung, die wirkt, als habe der deutsche Ex-Umweltminister Jürgen Trittin einen Beratervertrag mit der Balearen-Regierung unterschrieben, ist unwahr.

In derselben Zeitung stand zu lesen, dass das Gelände bei der Pferderennbahn Son Pardo zu einem Rotlichtviertel umgewidmet werde. Es sollen dort Container für die schnelle Nummer aufgestellt werden, mit Bett, Waschbecken, Heizung und Klimaanlage. Diese Info ist ebenso falsch wie die Nachricht, dass Real-Mallorca-Präsident Vicenç Grande ein großes Benefizkonzert zugunsten seines Clubs im Stadion Son Moix veranstalten werde. Real-Funktionär Ramón Rosselló soll in London Gespräche mit Bob Geldof führen. Auftritte von Elton John, U2 und Oasis seien geplant ....

„Diari de Balears” vermeldete, dass Mallorca größer werden soll. Die Mini-Halbinsel Morro de sa Vaca, nahe bei Sa Calobra, werde sechs Kilometer ins Meer hinein ausgebaut. Dadurch entstünden 16 Quadratkilometer Nutzfläche, auf denen unter anderem folgendes entstehen soll: Hubschrauber-Landeplatz, Fünf-Sterne-Hotel, Themen-Park, Sporthafen und ein 32-Loch-Golfplatz. Einer der Investoren sei Immobilien-Unternehmer Matthias Kühn. Kühn hatte indirekt auch mit einer Meldung zu tun, die im Inselradio lief: Der von ihm gesponserte Fünftligaklub Atlético Baleares konnte zwei neue Spieler verpflichten: Ronaldinho und Michael Ballack ...

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