Matthias Reim: „Wer Träume hat, hat Energie”

Warum Mallorca ihm Glück gebracht hat

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Langsam hat er die „brachiale Vereinfachung”, mit der öffentlich über die Höhe seiner Schulden spekuliert wird, satt. Durch falsche Berater und blauäugig vergebene „Generalvollmachten” verlor Matthias Reim, der in den 90ern mit „Verdammt, ich lieb dich” den größten deutschen Hit aller Zeiten landete, Anfang 2000 etliche Millionen. Ein tiefer Fall, wie er zugibt. Aber: „Ich arbeite hart und zahle ab, so viel ich kann.”

Deshalb zeigt der 47jährige jetzt auch deutlich Flagge gegenüber Publikationen, die ihm gegen den Strich gehen: „Vier Jahre lang konnte ich mir keinen Anwalt leisten – die konnten alles mit mir machen!” Damit soll jetzt Schluss sein – wie überhaupt mit der ganzen Pechsträhne. Ab 25. April geht Matthias Reim auf Deutschland-Tournee, die Konzerte in 18 Städten, erzählt er, seien bereits zu 70 Prozent ausverkauft.

Hauptsache, er kann wieder seine Musik machen, und Gefühle wie Verbitterung würden ihm dabei nur im Wege stehen: „Nur wer Träume hat, hat auch Energie!” Ganz andere Fragen habe er für sich entdeckt, was echtes Glück ausmacht, zum Beispiel.

Für ihn ist das vor allem sein neues Familienleben auf Mallorca. Mit Ehefrau Sarah und dem vier Monate alten Sohn Romeo lebt er seit Ende 2004 wieder hier, nachdem es ihn zuvor nach Ibiza verschlagen hatte. Auf Mallorca, sagt er, ist er „total glücklich”, und das hat gleich mehrere Gründe: „Die Verwandschaft meiner Frau lebt hier, was unser Familienleben natürlich sehr erleichtert. Zudem finde ich Mallorcas Landschaft wunderschön, die Infrastruktur ist perfekt und die Anbindung an jede deutsche Großstadt besser als in Deutschland.”

Dass er so schnell wieder „on tour” gehen würde, hätte Matthias Reim nicht gedacht. Über die „Welle der Solidarität” seines Publikums sei er zutiefst dankbar. Und hat dafür auch gleich eine Erklärung parat: „Vielleicht bin ich in Zeiten von über fünf Millionen Arbeitslosen und zahllosen Insolvenz-Anträgen ein Vorbild mit Augenzwinkern: Mit drei Messern im Rücken gehen wir noch lange nicht nach Hause!”

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