8500 Meter Gitter ab 7 Uhr morgens

„Palma wird sich als Highlight zum Saisonabschluss etablieren”, glaubt Race-Director Klaus Malorny

Noch wenige Tage, dann ist es soweit: Am Sonntag, 24. Oktober, steigt zum ersten Mal der TUI-Marathon in Palma (genaue Daten stehen im Kasten auf dieser Seite). MM sprach mit dem Race-Director Klaus Malorny.

Mallorca Magazin: Was macht Palma als Austragungsort für den TUI-Marathon so attraktiv?
Klaus Malorny: Am Ende einer langen Marathonsaison in Europa haben die Läufer in Palma erstmalig in diesem Jahr die Chance, in mediterranem Klima auf einer wunderschönen Strecke in einer zauberhaften Stadt einen optimalen Saisonabschluss zu erleben.

MM: Welche Chancen hat Palma, sich im Umfeld anderer europäischer Marathonstrecken wie Köln, Berlin oder London zu etablieren?
Malorny: Palma wird sich in den nächsten Jahren als Highlight zum Saisonabschluss etablieren. Dabei wird es sicher nie eine Massenveranstaltung wie London, Berlin oder Köln werden. Soll es auch nicht. Wir legen besonderen Wert auf Qualität und Service für die Teilnehmer und ihre Mitreisenden.

MM: Sie organisieren seit Jahren unter anderem auch den Köln-Marathon, der in diesem Jahr über 22.000 Teilnehmer hatte. Wo liegen die Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede zum TUI-Marathon?

Malorny: Der wesentliche Unterschied liegt in der Gesamtteilnehmerzahl und den dadurch verursachten logistischen Anforderungen. Weiterhin bietet eine Millionenstadt wie Köln ganz andere Rahmenbedingungen als eine touristisch orientierte Metropole auf einer Mittelmeerinsel. Fast die einzige Gemeinsamkeit liegt daher in der Streckenlänge von 42'195 Kilometern.

MM: Wie lange dauert es, die 42'195 Kilometer lange Strecke quer durch Palma abzusperren und dann wieder freizugeben?
Malorny: Etwa eine Woche vor der Veranstaltung wird das Material, zum Beispiel 8500 Meter Gitter, vorplaziert. Der finale Aufbau erfolgt dann am Samstag ab 22 Uhr vor der Veranstaltung. Die Absperrungen der Hauptverkehrsadern erfolgen so spät wie möglich, um die Belastungen für die Bewohner der Stadt und die Nachtschwärmer so gering wie möglich zu halten. So wird beispielsweise der Paseo Marítimo für den in die Stadt hineinfließenden Verkehr ab 7.00 Uhr am Sonntag morgen gesperrt; die Abfahrt wird noch eine Stunde länger möglich sein, also bis 8 Uhr.

MM: Bei der ersten Auflage in diesem Jahr rechnet man in Palma mit rund 2000 Teilnehmern, wie sehen Sie die Entwicklungsmöglichkeiten der Veranstaltung?

Malorny: Ich sehe ein sehr großes Entwicklungspotential. Im ersten Jahr werden viele Läufer noch abwarten, ob der ausgeschriebene Event auch so durchgeführt wird, wie er angeboten wurde. Der Aufwand für die Läufer, speziell für die „Nicht–Einheimischen” inklusive Urlaub, Anreise und Organisation, ist höher als bei vergleichbaren Laufveranstaltungen. Umso erfreulicher ist es, dass die Resonanz speziell in Deutschland so positiv war und wir über 1500 Teilnehmer aus Deutschland dabei haben werden.

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