Osborne-Stier von den Beinen geholt

Zukunft ungewiss / Vom Werbegag zum Kulturgut

Der einzige Osborne-Stier auf Mallorca ist niedergestreckt worden. Vandalen haben die großformatige eiserne Werbetafel auf einem Hügel bei Algaida umgesägt und mit rosa Farbe bestrichen. Die Zukunft des Stiers, von dem es in Spanien noch 90 Exemplare gibt und der so etwas wie ein nationales Emblem ist, scheint ungewiss.

Der einzige balearische Osborne-Stier ist aus einer Werbekampagne aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts übrig geblieben, als die Brandy-Firma Hunderte von Stieren im ganzen Land errichtete. Die meisten von ihnen erreichen beachtliche Größen, teils mehr als zehn Meter. Der mallorquinische Toro gehört mit fünf Metern Höhe und 40 Quadratmetern Fläche zu den kleineren Exemplaren. Nach Informationen von „El Mundo” wiegt das Eisenvieh fast 2000 Kilogramm.

Heute stehen in Spanien noch 90 Stiere, meist auf Hügeln, wo ihre Silhouette vom weitem an echte Stiere erinnert. In Andalusien sind die noch verbleibenden „toros de Osborne” zum historischen Kulturgut erklärt worden.

Bislang gibt es laut „El Mundo” noch keine Entscheidung über eine Restaurierung des Stiers. Der Inselrat werde nichts unternehmen, da die Werbe-Skulptur nicht als Kulturgut angesehen werde.

Der Angriff auf den Werbegag der Weinbrand-Marke war nicht der erste: Schon mehrfach war der Stier beschädigt oder verschmutzt worden. Zuletzt, im vergangenen Oktober, hatten unbekannte Täter dem Tier nachts ein Horn entfernt. Seit Dezember weidete es wieder in voller Pracht auf der Wiese an der Landstraße Palma-Manacor, Kilometer 24.

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