Willkommen im Club

Pop-Titan hat den Golfsport entdeckt und will künftig den Großteil seiner Zeit in Camp de Mar verbringen

|
410

Dieter Bohlen will einen großen Teil des Jahres auf der Promi-Lieblingsinsel verbringen und seinem neuen Hobby frönen: dem Golfen.

Seit einigen Wochen ist Dieter Bohlen Pendler. Wenn er nicht gerade im deutschen Fernsehen auftritt, in seinem Studio aus Newcomern Nummer-eins-Stars macht oder irgendwo werbewirksam in die Kamera lächelt, genießt er Mallorca. Vor allem kann man den Pop-Titan in Camp de Mar treffen. Auf dem Platz von Golf de Andratx hat er nämlich sein neues Hobby entdeckt. Und er scheint das Golfen mit demselben Ehrgeiz anzugehen wie andere Projekte. „Ich spiele erst seit gut 14 Tagen”, erzählt Dieter Bohlen im MM-Gespräch. „Schuld war Angelo vom Restaurant Pavarotti in Port d'Andratx ...” Angelo Coniglio machte Bohlen mit dem Golflehrer von Camp de Mar, Stefan Steinfeld bekannt, der zeigte dem Musikproduzenten, wie's geht. Zuvor hatte Bohlen schon aus seinem Zimmer im Dorint-Hotel tagein tagaus auf den Platz geschaut. „Ich habe aber immer gedacht, das ist nichts für mich. Man hat ja so seine Vorurteile ...” Inzwischen wurde Bohlen Mitglied von Golf de Andratx und machte sogar bereits seine Platzreife. Ohne Promi-Bonus, wie Pro Stefan Steinfeld betont: „Er hat dafür ganz schön geschwitzt.” Bohlen: „Mir hat vorher keiner gesagt, dass man auch eine theoretische Prüfung machen muss. Das ist ja wie beim Führerschein. Aber alles ist mit rechten Dingen zugegangen. Stefan hat alle meine Schläge auf Video aufgenommen. Das könnten wir jederzeit gerichtlich beweisen”, schmunzelt der Musiker, dessen Lebensgefährin Estefania ebenfalls das Golfen erlernt.

Bohlen schwärmt über die Reize seines neuen Hobbys: „Ich bin total naturverbunden, wohne auch zu Hause in Tötensen oberhalb vom Golfplatz. Und ich finde den Platz hier in Camp de Mar einfach supergeil. Es sieht hier so toll aus. Von manchen Löchern hat man einen herrlichen Blick aufs Meer – oder fast bis Palma.” Man wird Bohlen wohl auch in Zukunft dort treffen. Denn der einstige Kopf von Modern Talking hat sich eine Wohnung in Camp de Mar gekauft. „Ich bin seit 20 Jahren auf Mallorca auf Wohnungssuche gewesen”, erzählt Bohlen, der früher auch schon ein Appartement und im letzten Jahr ein Haus in Port d'Andratx gemietet hatte. „Eigentlich wollte ich immer nach Andratx. Bis ich gemerkt habe, dass es hier in Camp de Mar viel besser ist. Ich kann Fitness machen, Golf spielen und habe absolute Ruhe.” Dagegen müsse er nur eine Runde durch Port d'Andratx fahren, um sogleich eine bestimmte Fotografin an der Stoßstange zu haben, mit der sich der Popstar schon einige Maler herumärgerte ...

Bohlen will seine Wohung in Camp de Mar nicht nur als Wochenendbleibe nutzen. Im Gegenteil: „Von den nächsten 300 Tagen möchte ich 250 hier sein”, plant der 50-Jährige. Klar, dass in den eigenen vier Wänden auch ein kleines Studio seinen Platz fand. „Hier habe ich schon den Song geschrieben, den wir am Samstag vorstellen.” An diesem Samstag, 13. März, steigt nämlich bei RTL das Finale der zweiten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar”. Die Siegerin wird den Bohlen-Song als erste Single herausbringen – obwohl sich die beiden Finalistinnen Elli und Denise zunächst weigerten, das Lied aufzunehmen. „Ich habe diesen Song hier im kleinen Studio aufgenommen. Das Mallorca-Demo klang natürlich etwas amateurhaft. Die konnten sich nicht vorstellen, was daraus wird”, erläutert der Komponist. Inzwischen hat man sich geeinigt. Auf einen Sieger-Tipp für das Finale will sich Bohlen aber nicht festlegen. „Ich habe wirklich keine Ahnung, wer gewinnt. Schon in den letzten beiden Sendungen lag ich daneben. Ich hatte gedacht, dass Benny und Philippe ins Finale kommen.” Wenn „Deutschland sucht den Superstar” beendet ist, zieht es Bohlen wieder nach Mallorca. „Montag komme ich zurück.” Schon am letzten Wochenende hatte er seine Trainingseinheiten nur kurz unterbrochen, holte sich in Berlin zwei „Echos” ab. Bohlen erhielt den begehrten Musikpreis als „Bester Komponist Deutschlands” und für die Hit-Single „We have a dream”. Zwei Trophäen mehr in der an Auszeichnungen reichen Karriere des Pop-Titan. „Ich habe mich gefreut. Aber nach der Verleihung beschäftige ich mich nicht mehr damit. Für Handicap 20 würde ich zehn ,Echos' hergeben”, lacht der Mallorca-Fan.

Voraussichtlich ab Januar sucht RTL einen neuen Superstar. Der Sender würde Bohlen auch bis dahin gerne ins Programm einbinden. „Man bietet mir bestimmte Sachen an, aber bisher war nichts dabei. Ich möchte in Sachen Fernsehen kein Riesen-Risiko eingehen. Wenn nichts kommt, was mich umhaut, dann macht das nichts.” Als Werbe-Figur wird Bohlen auch künftig im Einsatz sein, viele Firmen schätzen die Zusammenarbeit. So kommen zum Beispiel im Herbst seine Parfums für Damen und Herren auf den Markt.

Bücher schreiben will der Musiker dagegen erstmal nicht. Nachdem er mit offenherzigen Formulierungen in zwei Autobiografien das Showbusiness etwas durcheinander gewirbelt hat, plaudern nun andere über die Vergangenheit. So brachte Schlagersänger Bernhard Brink gerade das Hörbuch „Bohlen, ...mein Fahrer” auf den Markt, in dem er von Bohlens Anfängen im Geschäft berichtet. Bohlen ist nicht begeistert, steht aber zu seinem Weg: „Ich bin ganz unten angefangen und habe die Leute bequatscht, damit sie meine Nummern aufnehmen. Es wäre traurig, wenn das so geblieben wäre. Bernhards größter Hit war, glaube ich, Platz 13, und das ist 30 Jahre her. Bei mir ging's immer weiter nach oben und bei Bernhard eben immer weiter nach unten. Ich konnte bis jetzt über 200 Millionen Schallplatten verkaufen. Aber ich schäme mich nicht dafür, dass ich mal ganz klein angefangen habe.”

Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

Noch kein Kommentar vorhanden.