Zwingenberger begeistert Publikum

Boogiemeister überzeugt in Son Baulo mit vielen eigenen Kompositionen

Camí de Son Baulo 1, Lloret de Vistalegre, Mallorca |

Ein Virtuose am Piano: Axel Zwingenberger haute in Son Baulo in die Tasten.

Foto: Video: cze

Amerikaner bezeichnen ihn als den "Besten aller lebenden Spieler." Am Wochenende hat der deutsche Boogie-Pianist Axel Zwingenberger das Publikum auf der Kulturfinca Son Baulo begeistert. In gewohnt familiärem Rahmen zeigte der Virtuose, der sonst ganze Konzerthäuser füllt, sein Können. Seine Finger flitzten geradezu über die Tasten, für menschliche Augen war es schwer, ihnen zu folgen. Die Reaktionen reichten von absoluter Begeisterung bis hin zu ungläubigem Staunen.

Dabei zeigte sich Zwingenberger, der neben altbekannten Stücken wie dem Saint Louis Blues vor allem eigene Kompositionen zum Besten gab, auch als begnadeter Entertainer. Mit lustigen und pointierten Geschichten und Anekdorten über seine Reisen, seine Leidenschaft für Eisenbahnen sowie seine Heimatstadt Hamburg sorgte er zwischen seinem Spiel stets für Lacher.

Zwingenberger, der eigentlich Jurist werden wollte, ist seit den Siebzigern im "Boogie-Geschäft." 1973 hatte er diese Musik auf alten Schellack-Platten entdeckt - und wollte nichts anderes mehr spielen. Diese Begeisterung, sagt er, halte für ein ganzes Leben. Sie spiegelt sich in zahlreichen CDs wieder - und in Auftritten mit Größen der Musikwelt wie Lionel Hampton, Big Joe Turner und dem Schlagzeuger der Rolling Stones, Charlie Watts, mit dem er nicht nur hin und wieder gemeinsam auf der Bühne steht, sondern auch seine CD Nummer 30 eingespielt hat.

Über einen Mangel an Ehrungen kann sich Zwingenberger, den die britischen Musikkritiker als "Boogiemeister of the world" bezeichneten, ebenfalls nicht beklagen. So veröffentlichte die österreichische Post 2004 die Briefmarkenserie "Axel Zwingenberger spielt Boogie Woogie". Und 2007 wurde er in den USA in die "Boogie Woogie Hall Of Fame" aufgenommen

In Son Baulo verabschiedete Zwingenberger sein Publikum nach gut zwei Stunden und mehreren Zugaben mit den Worten "Ich spiele nun ein Stück in 'G' und 'Es', weil ich jetzt "geh" und "ess" und sorgte ein letztes Mal für beste Laune, ehe er es sich gemeinsam mit den Gästen im Speisesaal der Kulturfinca bei einem Abendessen am Kaminfeuer gut gehen ließ. Der ein oder andere dürfte in der Nacht von den flitzenden Fingern und den knallroten Schuhen des Boogiemeisterst geträumt haben. Für alle, die es nicht zum Konzert geschafft haben: Axel Zwingenberger ist am Samstag, 4. April, um 18 Uhr erneut zu Gast auf der Kulturfinca Son Baulo. (cze)

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