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Der Aufstieg auf die Dachterrassen der Kathedrale von Palma de Mallorca ist am Dienstag Hunderten Schaulustigen verwehrt worden. Der angekündigte Tag der offenen Tür bezog sich nur auf die restaurierte Dreifaltigkeits-Kapelle. Spanische Medien hatten die Besuchszeiten veröffentlicht und viele Neugierige angelockt. Nun war von einem Missverständnis zwischen Kirche und Medien die Rede. Eine Besichtigung der Kapelle in neuer Pracht ist auch am Mittwochabend von 18.30 bis 20.30 Uhr möglich.

Pläne der Kirche, das Dach für Besucher zugänglich zu machen, waren zuletzt immer wieder im Gespräch gewesen. Die dazu notwendigen Bauarbeiten seien aber noch nicht abgeschlossen, sagte nun ein Sprecher. Erst dann könnten in Zukunft solche Besuche ermöglicht werden.   

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Nach elf Jahren Restaurationsarbeiten ist in der Kathedrale von Palma die Dreifaltigkeits-Kapelle wieder in ihrer ganzen Pracht zu bewundern. Sie birgt ein einzigartiges Werk der Kirchenmalerei. Kenner bezeichnen die Kapelle als das "Juwel" der Kathedrale. Hier wurde unter anderem die hölzerne Kassettendecke von dicken Staubschichten befreit, so dass nun ihre farbige Bemalung zur Geltung kommt. Zu sehen sind auch kostbare Monstranzen und Bischofsstäbe.

Ein weiteres Kleinod der Kapelle, die früher als Sakristei diente und darum auch "Alte Sakristei" genannt wird, ist ein Gemälde aus dem 16. Jahrhundert. Es stellt die heilige Dreifaltigkeit figürlich durch drei Personen dar. Das ist eine Besonderheit, denn die Darstellung der Trinität in dieser "vermenschlichten" Form wurde auf dem Konzil von Trient (1545-1563) verboten.