Die Weltraumorganisation gestaltete dieses Satellitenfoto: Größenvergleich zwischen dem abgelösten Eisberg "A-76" am Südpol und der Baleareninsel Mallorca. | ESA - via Reuters

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Eine gigantische Eisscholle, die in der Artktis abgebrochen ist, hat den Namen Mallorca in die weltweite Berichterstattung über das Naturphänomen transportiert. Auslöser war ein Vergleich, den die Europäische Raumfahrtagentur ESA gezogen hatte, nachdem sie den Eisberg auf ihren Satellitenfotos entdeckt hatte: Der von den Wissenschaftlern "A-76" genannte Koloss sei "größer als die spanische Touristeninsel Mallorca im Mittelmeer", hatte es geheißen.

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Tatsächlich ist der weltgrößte und weitgehend rechteckige Eisberg, der sich vom Schelfeis abgelöst hat und nun im Weddellmeer im Nordwesten der Antarktis treibt, zirka 175 Kilometer lang und bis zu 25 Kilometer breit. Damit umfasst die eisige Masse eine Fläche von rund 4320 Quadratkilometern. Das ist deutlich mehr als Mallorca Landfläche aufweist – nämlich 3640 Quadratkilometer.

Zur Veranschaulichung integrierte die ESA in ihre Aufnahme aus dem Weltall die Umrisse der größten Baleareninsel im entsprechenden Maßstab. So geriet "Mallorca" – zumindest grafisch – ebefalls in das südliche Polarmeer.