Mallorca-Maschine verpasst: Frau verklagt Bundespolizei

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Die Passagieren traf erst am Folgetag auf dem Flughafen von Palma ein.

Die Passagierin traf erst am Folgetag auf dem Flughafen von Palma ein.

Foto: Archiv Ultima Hora

Weil sie nicht wie geplant ihren Flug nach Mallorca antreten konnte, hat eine Frau die deutsche Bundespolizei auf Entschädigung verklagt. Die Bochumerin war zwei Stunden vor Abflug am Airport Köln-Bonn eingetroffen, doch die Warteschlangen vor der Sicherheitskontrolle waren so lang, dass sie ihren Flieger nicht mehr erreichen konnte. Das berichtet die Bonner Rundschau.

Als das Prozedere sich vor der Sicherheitsschleuse immer weiter in die Länge zog, bat nervös gewordene die Frau, mit ihrem Partner bevorzugt vorgelassen zu werden. Dem wurde nicht entsprochen. "Das können wir nicht, wir haben nicht so viel Personal“, hieß es zur Begründung. Die Frau, Ihr Begleiter und 16 weitere Passagiere verpassten dem Bericht zufolge die Maschine nach Mallorca.

Die Bochumerin verklagte daraufhin die Bundespolizei, die für die Kontrollen zuständig war, auf 738 Euro Entschädigung. Sie konnte erst am nächsten Tag nach Mallorca fliegen, nachdem sie für sich alleine für 540 Euro ein neues Ticket gekauft hatte. Der Vorfalle hatte sich bereits im Mai 2017 ereignet. Die Behörde bot der Frau später einen Vergleich sowie die Zahlung von 150 Euro an. Die Bochumerin lehnte ab. Jetzt muss ein Gericht über die Entschädigungsklage entscheiden. (as)

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lisa doring / Vor 15 Tage

Genau aus diesem Grund bin ich aus Deutschland weg --- Ich habe als Selbstständige es so oft erlebt, dass kleine behördliche Wichtigtuer, die in der freien Wildbahn nicht eine Woche überleben würden, ihre ihnen gegebene Macht genüsslich ausleben. - Hier das gleiche Beispiel, man steht in der Reihe, die vorne lassen sich Zeit bei Kontrollieren und wenn man dann auch sagt, ich muss jetzt durch, dann extra nicht. Ich lebe schon einige Jahre hier - ist mir hier noch nie passiert.

Tacheles-1 / Vor 19 Tage

Also @Hajo, ich wunder mich auch darüber was die Bundespolizei damit zu tun hat? Könnte wohl ein Grund sein, dass da einige Passagiere auffällig wurden und sich deshalb die Abfertigung verzögerte. Was natürlich nicht vorkommen darf. Auch mich regt es oft auf das sich Passagiere nicht richtig informieren und dann die Kontrolle verzögern, bis sie endlich ihre Klamotten in Orndung gebracht haben und nicht weiter mit dem Personal darüber diskutieren, was sie alles nicht mitbringen dürfen und wegwerfen müssen. Immer wieder müssen Uhren, Handys und Geldbörsen und anderes Zeug erneut durch den Scanner, weil sie das nicht vorher abgelegt hatten. Die halten den ganzen Betrieb auf und lernen nix durch Zusehen.

Paula / Vor 20 Tage

Was soll das ganze hin und her mit Flüssigkeiten oder trotteligen Passagieren. Es sind oft einfach zuwenig Sicherheitskräfte an den Zugängen. Aus Kostengründen! Oder sollen Passagiere demnächst fünf Stunden früher am Gate stehen? Es kann nicht sein, dass sich täglich tausende Passagier nach einigen wenigen Security-Leuten zu richten haben. Dies ist übrigens besonders häufig an größeren deutschen Flughäfen anzutreffen. Es heißt doch immer "Sicherheit geht vor", aber wenn die Kontrolleure überlastet sind, leidet auch die Sicherheit.

rokl / Vor 20 Tage

Auf Mallorca und Gran Canaria funktionieren die Kontrollen bestens, trotz einem riesen Ansturm in der Saison. In Stuttgart hatte ein Kontrolleur ein besonderes Interesse an meinen Oberschenkeln. Schließlich mussten zwei Taschentücher und fünf Rukola in einer extra Schale durch den Scanner. Seltsam.

Marcel / Vor 20 Tage

Wie es scheint, ist diese Frau an den gleichen netten Herrn wie ich geraten. Dunkle Haare, in den Dreissigern und ein ausgeprägtes Ego. Seine Arroganz wurde nur noch durch seine Inkompetenz übertroffen. Es gibt immer wieder Leute, die es geniessen ihre berufsbezogene Autorität zu zeigen. Köln täte gut daran, ihr Sicherheitspersonal stichprobenweise zu überprüfen. Anmerkung für Hajo. Ich habe Sicherheitskontrollen mehr als 1000 mal passiert.

Falo / Vor 20 Tage

Es gibt meiner Erfahrung nach keine effektivere Sicherheitskontrolle als am PMI. Egal wie viele Reisende, und das koennen viele sein in der Hochsaison. Und das seit Jahren. Auch in der Nachsaison ist der service sehr gut. Ich ahbe nie 10 Minuten gewartet. Dabei habe ich Flugplaetze ueberall kennengelernt von Brazzaville bis JFK, and CDG bis Frankfurt oder sonstwo. Der Trick ist gute Organisation und genug ausgebildetes Personal. Vielleicht zahlt PMI besser als die anderen. You pay peanuts you get monkeys. Das Ergebnis ist jedenfalls beeindruckend. Mein Kompliment.

Metti / Vor 20 Tage

Wala: weil bis heute immer noch viele Leute das mit den Flüssigkeiten und anderen Gegenständen nicht geschnallt haben. Ich habe oft erlebt, das immer noch Zeugs rausgeräumt werden muss und weggeschmissen wird. Standart ist auch. Gürtel etc abzulegen, wenn man dran ist. Das hält den ganzen Betrieb auf. Muss alles nicht sein und genau DAS hat mit dem Tema zu tun...

wala / Vor 20 Tage

@Hajo Hajo Zitat: Wenn Passagiere immer wieder zu dämlich sind sich vor dem Flug rechtzeitig über alles zu informieren, was sie nicht mit an Bord nehmen dürfen, brauchen sie sich auch nicht beklagen.

Was hat das im Zusammenhang mit diesem Fall zu tun?

Hajo Hajo / Vor 20 Tage

Mir ist unverständlich, wieso das die Bundespolizei macht? Normal ist das doch der eigene Kontrollservice der Flughafen Betriebsgesellschaft. In MUC macht das z.B. die SGM.

Angemerkt. Die Kontrollen sind absolut in Ordnung und ich verlasse mich als Passagier auf die korrekte Durchführung. Wenn Passagiere immer wieder zu dämlich sind sich vor dem Flug rechtzeitig über alles zu informieren, was sie nicht mit an Bord nehmen dürfen, brauchen sie sich auch nicht beklagen.

m.sastre / Vor 21 Tage

Wenn man sich an den Leistungen des Staates für seine Bürger orientieren wollte, dann könnte jeder Bundesbürger die Hälfte seiner Steuern einbehalten. Nur leider funktioniert dieser " Gesellschaftsvertrag" nur in eine Richtung - verbindlich zur Leistung verpflichtet ist nur der Bürger. Seine Gegenleistung erbringt der Staat nach Laune, nicht nach Vereinbarung. Kündbar ist dieser Vertrag trotz Leistungsverweigerung der einen Seite dennoch nicht.