Kampf gegen Korruption bringt Geld

Schon 50 Millionen Euro für die Staatskasse

Die frühere Inselratspräsidentin Maria Antònia Munar sitzt heute im Gefängnis.

Die frühere Inselratspräsidentin Maria Antònia Munar sitzt heute im Gefängnis.

Foto: Foto: Joan Torres

Auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln wird der Korruption seit Jahren der Kampf angesagt. Mit Erfolg: Gravierende Fälle von Vorteilsnahme und Vetternwirtschaft, wie sie in der Vergangenheit für massive Politskandale sorgten, sind heute kaum noch vorstellbar. Und: 50 Millionen Euro wurden in die Staatskasse gespült.

Diese Summe geht aus einer Zwischenbilanz der Antikorruptionsfahnder hervor, die jetzt veröffentlicht wurde. Demzufolge setzen sich die seit 2006 zusammengekommenen 50 Millionen aus verschiedenen Posten zusammen, wie Strafzahlungen oder Beschlagnahmung von Immobilien, Yachten und Luxusautos. 30 Millionen Euro sollen konkret auf Bankkonten liegen.

Für viele korrupte Beamte und Politiker hatte der Kampf für eine saubere Politik weitgehende Folgen: Sie sitzen im Gefängnis oder wurden zumindest schon zu einer Haftstrafe verurteilt. Allen voran der einstige Ministerpräsident Jaume Matas, der neun Monate bekam. Im Moment ist noch unklar, ob er diese neun Monate tatsächlich hinter Gittern verbringen muss. Dort befindet sich bereits die ehemalige mallorquinische Inselratspräsidentin Maria Antònia Munar, die fünfeinhalb Jahre erhielt.

Ebenfalls in der Haftanstalt kann man die ehemaligen Balearen-Minister Josep Juan Cardona (Handel) sowie die beiden früheren Tourismusminister Miquel Nadal und Francesc Buils.

 

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