Befehlshaber im Polizeiskandal muss ins Gefängnis

Palma de Mallorca |
Der Beschuldigte wurde am vergangenen Freitag vom Gericht ins Gefängnis in Palma de Mallorca verwiesen.

Der Beschuldigte wurde am vergangenen Freitag vom Gericht ins Gefängnis in Palma de Mallorca verwiesen.

Foto: Foto: A. Sepúlveda

Weitere Festnahme im Polizeiskandal rund um die Playa de Palma und den Paseo Marítimo: Das Gericht auf Mallorca hat am Freitag erneut einen Befehlsaber von Palmas Lokalpolizei ins Gefängnis geschickt. Das berichtet die spanische Tageszeitung Ultima Hora. Der Beschuldigte habe über viele Jahre unmitelbar über dem Chef der "Grünen Patrouille" (Patrulla Verde), der ebenfalls im Visier der Richter ist, gestanden. Die Polizeieinheit sei in ihrem Wirken von im abhängig gewesen, heißt es weiter.

Schon einmal war der Mann im Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal festgenommen und aufgrund von Mangel an Beweisen wieder freigelassen worden. Neue Ermittlungen erhärten den Verdacht gegen ihn nun erneut. So soll der Beamte selbst an einem Wochenende einen Lautstärkemesser in einem Nachtlokal in Palma angebracht und befohlen haben, die Betreiber bei Meldungen von überhöhtem Lärmpegel direkt zu bestrafen. Bereits 72 Stunden später wurde das Unternehmen geschlossen - Maßnahmen, die in diesem Fall normalerweise nicht hätten ergriffen werden dürfen. Nun wird geprüft, ob die Eingriffe dem Lokalbetreiber aus einem bisher unbekannten Grund schaden sollten, oder ob sie dafür sorgen sollten, anliegenden Bars einen Geschäftsvorteil zu verschaffen.

Das Gericht geht davon aus, dass auf diese Art und Weise mehrere Lokale erpresst und Bestechungsgelder von den Betreibern gefordert wurden, um ähnliche Kontrollen zu vermeiden. (somo)

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