"D-Day" und Auftakt des Gerichtsverfahrens

Palma de Mallorca |
Die Schwester des spanischen Königs, Cristina de Borbón, und ihr Ehemann Iñaki Urdangarin auf dem Weg ins Gerichtsgebäude.

Die Schwester des spanischen Königs, Cristina de Borbón, und ihr Ehemann Iñaki Urdangarin auf dem Weg ins Gerichtsgebäude.

Foto: Foto: Jaume Morey / ultimahore.es
Die Schwester des spanischen Königs, Cristina de Borbón, und ihr Ehemann Iñaki Urdangarin auf dem Weg ins Gerichtsgebäude.Die Titelseite der spanischen MM-Schwesterzeitung Ultima Hora an Montag.

Die Schwester des spanischen Königs, Cristina de Borbón, und ihr Ehemann Iñaki Urdangarin sind am Montagmorgen um 8.10 Uhr am Gerichtsgebäude in Palma de Mallorca zum Auftakt des Korruptionsprozesses gegen sie eingetroffen. Die beiden schritten ruhig, aber mit ernsten Mienen auf das provisorische Gerichtsgebäude zu, das aus Platzgründen im Industriegebiet von Son Rossinyol untergebracht wurde.

Cristina und Iñaki Urdangarín verließen das Auto, das sie vor das Gebäude befördert hatte, und liefen dann die wenigen Meter auf den Eingang zu. Zahlreiche Kamerateams aus aller Welt hielten den Moment fest. Es kam zu keinerlei Protestkundgebungen seitens Dritter gegen die ehemaligen Herzöge von Palma, berichtete die spanische MM-Schwesterzeitung Ultima Hora am Montagmorgen online. Augenzeugen berichteten von einem Polizeihubschrauber, der über dem Gerichtsort Kreise zog.

Die Schlagzeile auf der Titelseite von UItima Hora am Montag lautete "El día D", also D-Day auf Englisch, was so viel wie den  Tag des entscheidenden Auftakts in dem Gerichtsverfahren bedeutet.

Ob Cristina den gesamten Prozess auf der Anklagebank Platz nehmen muss, wird sich in der ersten Verhandlungsphase zeigen. Ihre Anwälte wollen eine Sonderregelung für sie beantragen, da sie weder von der Staatsanwaltschaft noch den der Balearen-Regierung der Korruption beschuldigt wird. Einzig eine Nebenklägerin will die Königsschwester vor Gericht gestellt wissen.

Im Kern der Vorwürfe geht es darum, dass Cristinas Ehemann mit Geschäftspartner Diego Torres unter dem Dach der gemeinnützigen Stiftung "Nóos" den Landesregierungen auf den Balearen und Valencia rund sechs Millionen Euro für Tagungen und Sportevents abgeschwatzt haben soll, die größtenteils gar nicht stattfanden. Die Infantin, so der Vorwurf, profitierte als Mitgesellschafterin von Firmen im Geflecht um die Nóos-Stiftung mit Urdangarin und Torres von den Einnahmen. (as)

 

  

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