„Ein Klavier muss schön klingen”

Chopin-Zyklus für MM-Leser: Am 9. Mai gastiert der Pianist Vladimir Valdivia in Son Bauló

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Das dritte Konzert des Chopin-Zyklus zum 200. Geburtstag des Komponisten, eine Initiative der Kulturfinca Son Bauló und des Mallorca Magazins, bestreitet der Musiker Vladimir Valdivia. In den ersten beiden Ausgaben der Reihe hatten Joan Moll und Suzanne Bradbury die Zuhörer in Lloret de Vistalegre begeistert.

Der Pianist Vladimir Valdivia, geboren 1970 in Lima/Peru, studierte schon als Kind in seiner Heimat und gab in mehreren lateinamerikanischen Ländern Konzerte. Im Jahre 1989 kam der junge Musiker erstmals nach Deutschland; wurde in die Meisterklasse der Münchner Musikhochschule aufgenommen. Ein Jahr später gewann er ein Stipendium des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes und mehrere Musikwettbewerbe.

Valdivia hat Meisterkurse besucht, spielte als Solist unter anderem mit den Münchner Jungen Symphonikern, dem Karlsbald-Symphonie-Orchester, musizierte in Georgien und Japan. Seit 1990 gab er Konzerte in fast allen europäischen Großstädten.

MM sprach mit dem Pianisten über seine Karriere und das Konzert auf Mallorca:

Mallorca Magazin: Wie haben Sie Ihr Programm am 9. Mai in Son Bauló aufgebaut?
Vladimir Valdivia: Ich spiele natürlich vor allem Chopin, aber auch Mozart und andere Komponisten der Romantik: Liszt und Schubert. Und spanische Komponisten wie Albéniz und de Falla.

MM: Das bedeutet auch viel virtuoses Können.
Valdivia: Natürlich muss ein Konzert einen Höhepunkt haben. Dafür eignen sich die spanischen Komponisten hervorragend. Ich möchte die Menschen begeistern.

MM: Sie haben ein breites Repertoire. Es reicht von der Liedbegleitung über das Spiel als Solist mit und ohne Orchester.
Valdivia: Ein Musiker muss universal sein. Man würde sonst viel verpassen. Ich habe in meinem Leben viel von anderen Musikern gelernt, auch von Orchestermusikern. Ich möchte nicht nur solistisch tätig sein, das ist für mich wichtig.

MM: Sie haben eine Meisterklasse mit Alfred Brendel absolviert. Wie war es, mit dem Meister zu arbeiten?
Valdivia: Man ist als junger Mensch von großen Persönlichkeiten fasziniert. Und man gerät leicht in Versuchung zu kopieren. Man muss eigene Ideen mithilfe der großen Meister entwickeln.

MM: Haben Sie einen Lieblingskomponisten?
Valdivia: Immer den, den ich gerade spiele. Allerdings mit einer Tendenz zur Romantik. Dort bin ich zu Hause. Mit zeitgenössischer Musik ist bei mir eine Schmerzgrenze erreicht. Ein Klavier muss schön klingen. Ich möchte es zum Singen bringen.

Vladimir Valdivia in der Kulturfinca Son Bauló, Lloret de Vistalegre am 9. Mai um 17 Uhr. Eintritt 15 Euro. Anmeldung unter 971- 524206. Nach dem Konzert besteht die Möglichkeit zum Abendessen (Vier-Gänge-Menü, 24 Euro)

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