Skulptur von Lorenzo Quinn wandert ins städtische Lager

Diese Welt hat einfach kein Glück

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Lorenzo Quinn, Bildhauer, Schauspieler und Sohn des berühmten Anthony Quinn, wollte die Welt nach Mallorca bringen. Im Auftrag der „Fundació Turística i Cultural de les Illes Balears“ – bekannt dafür, dass sie dem spanischen König eine Yacht schenkte – entwarf und fertigte er eine Skulptur, die er „Encuentros“ (Begegnungen) nannte.

Ein kreisrundes Werk aus Eisenstreben, fünf Meter im Durchmesser, verbunden durch Glasplatten, auf denen die fünf Kontinente der Erde eingraviert wurden. Eine riesige Hand im Inneren der Weltkugel wies auf einen magischen Punkt: Mallorca. Das war im Jahr 2003.

Seitdem stand das Werk, über dessen künstlerischen Wert die Experten von Anfang an stritten, unter keinem guten Stern. Schon vor dem Aufbau am unteren Ende des Parks von Sa Faixina in Palma gab es Ärger: zunächst fehlte das Plazet der Hafenbehörde, dann erhoben Denkmalschützer Einspruch: Die Skulptur behindere den Blick auf die antike Stadtmauer.

Dennoch wurde das Werk dort vollendet und war vom Paseo Marítimo vor allem bei Nacht, wenn gut beleuchtet, auch weithin sichtbar. Erstaunlich, dass ein Jahr später ein Autofahrer das Werk rammte und stark beschädigte. Damals beschloss man, die Skulptur nach der Instandsetzung nicht mehr am ursprünglichen Standort aufzubauen.

Sie wurde nun auf der Gran Via Asima, der Hauptverkehrsader des Industriegebietes Son Castelló, installiert. Doch auch dort war ihr kein Glück beschieden. Immer wieder wurde sie durch Vandalismus beschädigt.

Jetzt hat die Stadt das Werk erneut abgebaut. Ob und wann es restauriert wird, ist unklar. Zunächst einmal verschwinden die „Begegnungen” in den städtischen Lagerräumen von Son Pacs. Der Verband der Industrieunternehmen in Son Castelló bedauert den Abtransport. Klagen aus Palmas Kunstwelt wurden nicht vernommen.

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