Promi-Dinner im TV: Pato, Pera und Vino de Petra

Mallorca war erneut Drehort für „Das perfekte Promi-Dinner” (Vox). Den Anfang als Gastgeber machte Egon Wellenbrink in Cas Catalá Nou, der seine Musiker-Kollegen von der Insel zum ersten Mal persönlich traf. Der Spaß an der Sache stand dabei im Vordergrund

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Bei der Begrüßung an der Tür wird erstmal kräftig Süßholz geraspelt: Jürgen Drews, 64, versichert Gastgeber Egon Wellenbrink, 64, "wie unglaublich gut er sich gehalten" habe, ein Kompliment, das natürlich sofort Retour geht (die Geburtstage der beiden liegen tatsächlich nur fünf Tage auseinander). Ob's am guten Essen liegt?

Schluss mit lustig, Egon Wellenbrink muss in die Küche und nach seiner "Mallorquinischen Entensuppe" schauen, nach einem Originalrezept von MM-Redakteurin Gabriele Kunze, wie er sagt. In seinem Domizil in Cas Catalá Nou findet heute der Auftakt der Vox-Dreharbeiten für "Das perfekte Promi Dinner" statt, an dem neben dem selbst ernannten und gut erhaltenen "König von Mallorca" aus Santa Ponça auch Partysänger Mickie Krause (der lebt bei Llucmajor) und Marie-José van der Kolk, besser bekannt als Popsängerin Loona, aus Cala Blava angereist sind. Nach der "Sopa de pato" stehen weitere mallorquinische Köstlichkeiten auf der Karte: Seezunge mit Mandelsplittern sowie das Dessert "Pera en vino de Petra con helado", frei übersetzt: Rotwein-Birne mit Eis.

Heiß geht es in der Küche her: Bei "so viel Scheinwerferlicht auf kleinem Raum und hoher Flamme" muss der Koch zwischendurch öfter mal abgetupft werden, die Maskenbildnerin ist Teil des siebenköpfigen "Granada"-Drehteams aus Köln. Mit seinem Werk, bei dem ihn Ehefrau Lisa tatkräftig unterstützt, zeigt sich der Gastgeber hinterher zufrieden, obwohl, wie er findet, das Essen nicht einmal im Vordergrund steht. Als Sohn Nico (16) zwischen zwei Gängen eine Tanz- und Gesangseinlage hinlegt, muss Vater Egon "leider!" - in der Küche stehen: "Das ist schon eher ein Happening."

Und ein anstrengendes dazu. Der Drehtag, der um acht Uhr morgens begonnen hat, endet erst eine halbe Stunde nach Mitternacht, bis halb vier wird anschließend die Küche wieder in Schuss gebracht. Wenn in den folgenden Tagen die anderen "Hobby-Köche" zeigen, was sie drauf haben, werden ihnen dabei rund 1'7 Millionen Zuschauer auf die Finger sehen. Das ist der bisherige Durchschnittswert 2009, und die mit Abstand größte Gruppe, die "Das Perfekte Promi Dinner" sonntags zur Primetime auf Vox verfolgt, sind Frauen zwischen 20 und 40 Jahren.

Zumindest bei Jürgen Drews dürfte es "back to the roots" gehen. Das Schönste am Kochen ist für ihn, "dass man was zu essen kriegt". Das Schlimmste: "Dass ich nicht kochen kann." Nach Understatement klingt seine Menüfolge allerdings nicht: "Ziegenkäse-Mousse mit mediterranem Gemüse, Mallorquinische Meeresfrüchte-Paella und warmer Schokoladenkuchen". Das würde man fast schon eher Mickie Krause zutrauen, der ein Jahr die Hauswirtschaftsschule in Rheine besucht hat. Oder der einzigen Frau in der Kochrunde, Sängerin Loona, die zumindest beim Namen ihres Desserts Kreativität an den Tag legt: Papapapaya. Um ihre Figur macht sie sich keine Gedanken, Egon Wellenbrink auch nicht, sagt er. Aber nach der Dinnerwoche wird er gezielt ins Fitnessstudio gehen. Von nichts kommt nichts.

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