5000 Euro extra im Monat für Matas

Weitere Untersuchung im „Fall Ibatur“: Verdächtiger belastet Beamte des früheren Tourismusministeriums

Auf den Balearen vergeht kaum ein Tag, an dem nicht neue Details über die Verschwendung von Steuergeldern und Korruption in den Reihen von Beamten und Politikern der früheren PP-Regierung von Jaume Matas bekannt würden. Jüngstes Beispiel ist der sogenannte Ibatur-Skandal: Nachdem Miquel Ángel Bonet, damals Rechtsberater des Tourismusinstituts, bereits gestanden hat, 85.000 Euro in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben, nehmen die Korruptionsermittler derzeit noch weitere Rechnungen aus dieser Zeit unter die Lupe. Bonet hat mehrere hochrangige Beamte des damaligen Tourismusministeriums eines Komplotts beschuldigt, durch das der PP öffentliche Gelder zugeschanzt worden seien.

Nach Medienberichten untersuchen die Fahnder auch Zahlungen an Pula Golf, das rund fünf Millionen Euro jährlich als Sponsorengelder für die Ausrichtung des Turniers Mallorca Classic erhalten habe.

Nicht illegal, aber von manchem Oppositionspolitiker dennoch als Skandal eingeschätzt, ist ein Monatssalär von 5000 Euro, das Jaume Matas rund ein Jahr lang nach seiner Abwahl als balearischer Ministerpräsident und seinem Umzug nach Wa-shington von der PP Spanien erhalten hat. Der PP-Landesverband der Balearen will von den Überweisungen nichts gewusst haben. Die PP in Madrid bezeichnete das Extra für Matas als „private Angelegenheit“ und „absolut normal“.

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