Wer kann da schon Nein sagen?

Eine Hochzeit am Strand ist Romantik pur

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Das Brautkleid flattert duftig in der Meeresbrise, die Füße stecken in weichem, weißen Sand und der Blickt schweift gedankenverloren über das rauschende Meer und das weite Himmelszelt: Auch so kann man sich das Jawort geben.

Sich die ewige Treue bei Beachfeeling zu versprechen, liegt im Trend: "Von zehn Hochzeiten, die wir ausrichten, sind mindestens drei mittlerweile am Strand", erzählt Gabriele Günter von der Event-agentur "easywedding" aus Wesel, "wir empfehlen den Brautleuten dafür sehr gerne Mallorca. Die Insel ist eine wunderschöne Location und von der Anbindung ideal." Wer weiter weg möchte, dem rät sie zu Thailand, "dort ist es ohne Weiteres auch möglich, die anschließende Party am Strand zu feiern." Auf Mallorca dagegen braucht man dafür eine Genehmigung, es sei denn, man kann es sich leisten, wie Sabine Christiansen gleich eine ganze Insel anzumieten: Die frühere TV-Talklady feierte Mitte Juli drei Tage auf der balearischen Mini-Insel Tagomago ihre Vermählung.

Problemlos sind aber eine Zeremonie am Strand und ein kleiner Empfang im Anschluss - vielleicht auch in einem angrenzenden Lokal: In jedem Fall ist es aber ratsam, für eine Strandhochzeit professionelle Eventplaner zu engagieren. Denn sie wissen, welche Buchten oder Sandstrände sich bewährt haben, leicht zu erreichen sind und die Anwohner unkompliziert.

Oder auch, welche Uhrzeit sich anbietet: "Entscheidet man sich etwa für einen der populären Sandstrände, sollte man die Zeremonie früh morgens oder gegen Abend abhalten, idealerweise unter der Woche und vielleicht auch nicht in der Hochsaison, um die Privatsphäre so gut es geht zu wahren", gibt Katja Buhlan von "Mallorca Hochzeiten" zu bedenken. Wichtig sei, dass das Paar bereits standesamtlich getraut sei, die Zeremonie am Strand könne dann von einem freien Prediger oder auch einem evangelischen Pastor übernommen werden - das katholische Sakrament der Ehe dagegen braucht einen festen Raum, wird nicht unter freiem Himmel gespendet.

"Eine Hochzeit am Strand ist immer sehr speziell", berichtet Frank Heinemann, der mit seiner Agentur "frankiesunshine" schon seit drei Jahren Paaren den schönsten Tag im Leben versüßt.

Die Umgebung wirke numal magisch und sehr entspannend auf die Gäste: Die sind in der Regel barfuß, ohne Krawatte und Sakko, manche tragen Sonnenbrillen, oft stehen die Gäste: "Das gibt dem Ganzen dann eine ganz besondere Dynamik." Braut und Bräutigam träten aber auch am Strand meist in weißem Kleid und Anzug auf. "Allerdings kann das Kleid nass werden", betont Gabriele Günter. "Oft schleift es im Sand, wird dreckig", sagt auch Katja Buhlan, "aber die Menschen sind in diesen Momenten gerade überglücklich und darum stört das dann auch niemanden." Trotz der lockeren Atmosphäre sei gleichzeitig aber Opulenz gefragt - anstatt an einem würden oft mehrere Tage lang gefeiert: Zum Beispiel machten viele Brautleute als Cometogether am Tag vor der Trauung einen Segeltörn. Hochzeiten an mallorquinischen Stränden scheinen auch auf großes Medieninteresse zu stoßen: "Jede Woche meldet sich bei uns ein anderes Filmteam", erzählt Heinemann.

Warum viele auf den Strand ausweichen, erklärt Buhlan mit dem Romantikfaktor: "Das Meer ist ein unglaublicher Ruhepol und genau das, was viele suchen, die viel Stress und Trubel im Job haben." Das Jawort unter freiem Himmel sei auch eine stimmungsvolle Alternative für jene, die nicht kirchlich heiraten wollten. Oder für jene, die zwar eine Affinität zum Wasser haben, aber nicht alle Gäste mit auf ein Boot nehmen können. "Einmal hatten wir ein Paar, das sich am Strand im Urlaub kennengelernt hatte", erzählt Buhlan, " da ist es natürlich eine runde Sache."

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