TW
0

Die Voraussetzungen sind blendend: ein gemäßigtes Klima mit vielen warmen Sonnentagen, das Meer stets in Reichweite – und die alte Heimat nicht aus der Welt. Mallorca bietet alle Zutaten für einen glücklichen Herbst des Lebens. Entsprechend groß ist die Zahl der Deutschen, die – wenn sie es nicht schon früher verwirklichen können – als Rentner auf die Insel ziehen wollen. MM widmet ihnen das Thema der Woche.

Es erscheint, zugegebenermaßen, etwas problembeladen. Natürlich wollen wir niemanden abschrecken, doch der Aufruf, sich den Schritt gen Süden genau zu überlegen, kann gar nicht deutlich genug ausfallen. Wenn Deutsche auf Mallorca in Not geraten, so handelt es sich häufig um Ältere, die nicht vorgesorgt haben.

Viel, wenn auch nicht alles, hat mit Geld zu tun. Mallorca ist teuer geworden, das mussten vor allem jene erfahren, die einst mit harter Mark ins Pesetas-Land kamen, dort prächtig lebten – und heute zu knabbern haben. Wenn sie dann noch pflegebedürftig werden ...

Neben der finanziellen Absicherung gewinnt die soziale Komponente an Bedeutung. Umziehen allein reicht nicht, selbst im fortschrittenen Alter ist die Annährung an das Gastland – um nicht das Wort Integration zu benutzen – unumgänglich, auch wenn das Lernen der Sprache noch so schwerfällt. Und man sollte dafür sorgen, dass die Brücken in die alte Heimat nicht abgerissen werden, sonst ist man, etwa nach dem Tod des Partners, allzu schnell auf sich alleine gestellt – und der einzige Freund heißt Vino tinto.

Nur wer vorsorgt, kann davon ausgehen, dass sein Abenteuer Mallorca gut geht. Jene, die es geschafft haben, schwärmen vom Himmel auf Erden. Vor allem das Klima sorgt dafür, dass die unvermeidlichen Zipperlein erträglich bleiben. Mallorca wirkt wie eine Einladung, aktiv zu bleiben. Schwimmen, spazieren gehen, Rad fahren, Golf spielen – die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

Sie haben Mallorca durchkalkuliert und abgeschrieben? Macht nichts, die vielen preiswerten Angebote für Langzeiturlauber erlauben Ihnen auch ein ,,Mallorca light".