Eagles: „Bekannt sein reicht nicht”

Interview mit Frank Fleschenberg, dem Präsidenten des Charity-Vereins

Mallorca Magazin: Bisher fanden die Präsidenten-Cups der Eagles in Bad Griesbach und in der Türkei statt. Wie kam es nun zu dem diesjährigen Event hier auf Mallorca?
Frank Fleschenberg: Karsten Rath von Arabella hat mich von Mallorca überzeugt. Und Eagles-Mitglied Stefan Blöcher hat auch sein Nötiges dazu beigetragen, dass wir jetzt hier sind.

MM: So eine Veranstaltung kostet viel Geld. Wie kommt dabei eigentlich ein finanzieller Segen für verschiedene Organisationen heraus?
Fleschenberg: Wir haben Sponsoren, die bestimmte Summen spenden. Dann ist in jeder Teilnahmegebühr eine Spende enthalten. Wir wissen schon jetzt sicher, dass wir am Samstagabend 250.000 oder 260.000 Euro übergeben werden.

MM: Ist das Interesse an dem diesjährigen Mallorca-Event größer als an den Präsidenten-Cups der vergangenen Jahre?
Fleschenberg: Ja, das ist in der Tat so. Und das liegt zum Teil an Mallorca. Aber auch daran, dass sich herumgesprochen hat, dass der Präsidenten-Cup bisher immer eine Mega-Veranstaltung war.

MM: Für welche Zwecke konnten bisher schon von den Eagles eingespielte Gelder verwendet werden?
Fleschenberg: Das ist völlig unterschiedlich. Unterstützt wird zum Beispiel eine Suppenküche in München, wir haben mal kurzfristig einem Sportler geholfen, der querschnittsgelähmt war, oder in anderen Härtefällen. Im Gegensatz zur Anfangszeit der Eagles machen wir heute auch gerne etwas für Organisationen.

MM: Woher rührt das?
Fleschenberg: Wenn wir nur in Einzelfällen helfen würden, hätten wir einen Verwaltungsaufwand, den wir jetzt nicht haben.

MM: Bringen Sie doch mal Sinn und Zweck des Vereins auf einen kurzen, allgemeinen Nenner.
Fleschenberg: Ziel ist, Leuten zu helfen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

MM: Die Eagles sind allesamt prominent. Wurden in der Vergangenheit schon Mitgliedsanträge abgelehnt, weil die Bewerber, entgegen der eigenen Einschätzung, nicht bekannt genug waren?
Fleschenberg: Ja, aber da nenne ich keine Namen. Wir haben auch schon Leute nicht aufgenommen, die sicher prominent genug waren, aber nicht in den Kreis passten. Man muss von der Runde kommen und sagen ,Das hat Spaß gemacht, mit dem zu spielen'. Spieler, die überehrgeizig sind oder die sich nicht fotografieren lassen wollen, die brauchen wir nicht, die helfen unserem Zweck nicht. Über die Aufnahme entscheidet ein einstimmiger Vorstandsbeschluss.

MM: Wie funktioniert es denn eigentlich, wenn man bei einem Turnier Eagles am Start haben will?
Fleschenberg: Der Veranstalter kommt zu uns und sagt, wie viel er spenden möchte. Dann entscheiden wir. Die Veranstalter wollen Prominente haben, damit sie Presse haben. Haben sie keine Prominenten, haben sie keine Presse. Eine ganz einfache Regel.

Mit Frank Fleschenberg sprach MM-Redakteur Nils Müller

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