„Dann geben wir ihm eben einen Cent”

In der Banco de España in Palma werden immer noch täglich rund eine Million Pesetas umgetauscht

Vier Jahre nach der Einführung des Euro werden auf Mallorca noch immer täglich bis zu einer Million Pesetas (rund 6010 Euro) in die europäische Einheitswährung umgetauscht. „Im Schnitt haben wir jeden Tag 22 Wechsel”, sagt der Präsident der Banco de España auf den Balearen, Santiago Ballón. In dem 1873 errichteten Prachtbau mitten in der Altstadt, Carrer Sant Bartomeu 16, können Besitzer von Pesetas ihr veraltetes Geld kommissionsfrei in Euro umtauschen. „Es sind viele deutsche Touristen dabei, Menschen, die von früheren Reisen noch ein paar Geldscheine und Münzen übrig hatten”, sagt Ballón.

Aber auch Spanier stoßen beim Entrümpeln oder beim Verwalten des Nachlasses verstorbener Angehöriger auf Pesetas. Teilweise seien das stark abgenutzte Banknoten. Die Niederlassung der Spanischen Notenbank akzeptiert alle Geldscheine, die seit 1936 in Umlauf kamen.

Beim Umtausch von Münzen werden aber nur jene angenommen, die zum Zeitpunkt der Währungsumstellung am 1. Januar 2002 galten. Der Umtausch von Pesetas in Euro ist unbefristet. „Die kleinste Einheit, die bisher zu wechseln war, war eine 25-Pesetas Münze.” Und wenn einer mit nur einer Peseta kommt? Ballón sagt, dass das nicht vorkam. „Aber dann geben wir ihm eben einen Cent.”

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