Hitze lässt Wanderin verdursten

Suptropische Schwüle und schmutziger Regen gestalten die heißen Tage des Juli

Die anhaltende Hitzewelle auf Mallorca hat offenbar ein erstes Todesopfer gefordert: Am Sonntag erlag eine 29-jährige Mallorquinerin bei einer Wanderung im Tramuntana-Gebirge einem Kreislaufzusammenbruch, den sie in Folge von Wassermangel erlitten hatte. Die Wandergruppe hatte Medienberichten zufolge zu wenig Trinkwasser mitgenommen.

Das subtropisch schwüle Wetter, das die Insel fest im Griff hat, macht vielen Menschen zu schaffen. Die heißen Tage mit hoher Luftfeuchtigkeit belasten den Kreislauf und erschweren den Tiefschlaf. Hinzu kommt, dass die Temperaturen auch nachts nicht sinken. Wer in den Abendstunden durch Palma läuft, erhascht mitunter Einblicke in fremde Wohn– und Schlafzimmer. Die Bewohner halten die Fenster auch zur Straße hin geöffnet, damit ein wenig Frischluft in die Räume dringt.

Ungeachtet der sommerlichen Hitze ist der Himmel nicht wie zu vermuten blau und wolkenlos, sondern erscheint wie durch ein trüb-graues Einerlei verunstaltet. Hin und wieder fallen aus der hochnebelartigen Bewölkung Regentropfen. Sie enthalten rötlichen Sahara-Staub und werden im Volksmund Lehmregen genannt. In der Regel reicht die Niederschlagsmenge nur aus, um Autos, Gartenmöbel und die zum Trocknen aufgehängte Wäsche zu verschmutzen.

Gleichwohl ist die Wetterlage instabil. Wolkenfronten vom Festland können innerhalb von Minuten für massive Luftturbulenzen sorgen. Ein solches Wetterphänomen machte am vergangenen Sonntag zahlreichen Seglern zu schaffen. Sie mussten Hals über Kopf die Häfen von Port d'Andratx und Sant Elm aufsuchen.

Im Inselinnern bleibt es dagegen nach wie vor heiß. In Porreres wurden am Montag 40'1 Grad gemessen. Das war der bisher höchste Wert auf der Insel in diesem Sommer. Die weiteren Aussichten: Es bleibt schwül. (as)

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