Raixa für Besucher bald wieder zugänglich

Historisches Landgut soll seine Pforten ab Mai oder Juni öffnen

Landgut Raixa.

Landgut Raixa.

Foto: Foto: R.L.
Landgut Raixa.Landgut Raixa.Landgut Raixa. Besuch der Inselratspräsidentin María Salom.Landgut Raixa. Besuch der Inselratspräsidentin María Salom.

Das historische Landgut Raixa bei Bunyola, bekannt für seine Gartenanlagen, wird ab Mai oder Juni wieder für Besucher geöffnet sein. Das gab Mallorcas Inselratspräsidentin María Salom bei einer Besichtigung der Renovierungsarbeiten bekannt.

Das herrschaftliche Anwesen des einstigen Kardinals Despuig war seit Sommer 2011 für den Publikumsverkehr geschlossen. Derzeit wird das Museumskonzept reformiert. Es soll künftig drei Schwerpunkte bieten.

Der erste Teil stellt das Landgut selbst als agrarwirtschaftliches Anwesen zwischen Berg und Ebene in den Mittelpunkt. Der zweite Komplex ist dem mallorquinischen Geistlichen, Politiker und Kunstmäzen Despuig gewidmet.

Als dritter Schwerpunkt soll das neu zu schaffende Besucherzentrum über die Bergregion Tramuntana und ihre 19 Kommunen informieren. Das Tramuntana-Gebirge und seine Kulturlandschaft waren 2011 von der Unesco zum Welterbe erklärt worden.

Das Landgut und die Gärten sollen nach den Worten der Inselratspräsidentin zu einem unverzichtbaren Programmpunkt für Urlauber auf Mallorca avancieren und ihnen die Vergangenheit der Insel und ihre traditionelle Wirtschaftsweise vermitteln.

In das Museumskonzept investiert der Inselrat knapp eine Millionen Euro. Die spanische Stiftung für Biodiversität, die neben dem Inselrat Eigentümerin von Raixa ist, finanziert die Sanierung der Gartenanlagen aus dem frühen 19. Jahrhundert mit 4,7 Millionen Euro.

Raixa war lange in Familienbesitz und drohte zuletzt zu verfallen. Die Gärten waren durch mangelnde Pflege in einen "verwunschenen" Zustand geraten. Ende 2001 wollte die deutsche Modedesignerin Jil Sander das Anwesen kaufen. Am Ende machten jedoch die staatlichen Stellen von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch und erwarben das Landgut.

Die bisherigen Renovierungsarbeiten stießen in der Vergangenheit zum Teil auf Kritik, unter anderem weil Büros in das Anwesen einzogen. Auch die zugesicherten Besucherzeiten waren immer wieder einmal wegen Umbauarbeiten ausgesetzt worden. (as)

 

 

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