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Unterschiedliche Reaktionen zum Stierkampf-Verbot (Zusammenfassung)

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Nach dem Stierkampf-Verbot in der spanischen Region Katalonien hat auf Mallorca lediglich die Partei des linken Bloc die Entscheidung des Parlaments in Barcelona einhellig begrüßt. Für die Balearen strebt der Bloc ein ähnliches Verbot vorerst nicht an. Die kleine Regierungspartei will allerdings einen Antrag im Stadtrat von Palma einbringen, um die Balearen-Hauptstadt zur Stierkampf-freien Kommune zu erklären.

Die übrigen Parteien bezogen nur wenig Stellung zu dem Stierkampf-Verbot in Katalonien. Sollte eine solche Abstimmung im Balearen-Parlament anstehen, würden die Sozialisten ihren Abgeordneten die Entscheidung freistellen, sagte der Franktiobnssprecher Diéguez. Von einzelnen Parteiführern der PSOE wie etwa der Präsidentin des Inserlrates, Francina Armengol, ist jedoch die ablehnende Haltung zum Stierkampf bekannt.

Ähnlich wie die Sozialisten wollen die bürgerlichen Regionalisten der UM verfahren, sollte dereinst eine entsprechende Parlamentsentscheidung anstehen. Von der konservativen PP auf den Balearen hat bislang niemand offiziell Stellung bezogen.

Eindeutig gegen das Stierkampf-Verbot haben sich auf Mallorca indes jene Gemeinden ausgesprochen, in denen die "Corrida de Toros" traditionell stattfindet. Das sind (neben Palma) die Orte Inca, Alcúdia, Muro und Felanitx. Dort werden die Stierkämpfe im Rahmen der volksfestartigen Patronatsfeierlichkeiten begangen.

"Man darf Katalonien und Mallorca nicht über einen Kamm scheren. Hier wollen wir sehr wohl Stierkämpfe", sagte Muros Bürgermeister Martí Fornés (PP). Alcúdias Alkalde Miquel Llompart (UM) flankiert: "Der Stierkampf ist eine sehr alte Tradition, der wir nicht entsagen wollen."

Incas Bürgermeister Rafael Torres (PP) wehrt sich ebenfalls gegen eine Abschaffung wie in Katalonien: "Da könnte man ja man genauso gut die Jagd und die Fischerei verbieten." Felanitx' Bürgermeister Gabriel Tauler (PP) stößt in das gleiche Horn: "Es wäre schrecklich lächerlich, die Stiere zu entfernen von unserem Fest, so, wie wir es immer gefeiert haben."

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