Inselkicker ausgebremst

Vor dem Spiel bei Real Madrid schwächelt Mallorca

Die Erstliga-Fußballer von Real Mallorca haben die Krise des FC Valencia nicht nutzen können. Das Heimspiel gegen die seit Wochen erfolglosen Ostspanier ging mit 0:2 verloren, wobei der argentinische Ersatztorwart Germán Lux die Niederlage durch einen dicken Patzer einleitete: Als sich beide Teams schon mit dem 0:0 zur Pause begnügen wollten, tauchte Lux unter einer Flanke hindurch und ließ Valencias Fernando Morientes unbedrängt das 0:1 erzielen. Der gleiche Spieler markierte in der 61. Minute auch das entscheidende 0:2. Die Inselkicker hatten gegen Valencias ebenfalls nicht immer souveränen deutschen Torhüter Timo Hildebrand zwar einige gute Einschussmöglichkeiten, konnten diese aber nicht nutzen. Am Spieltag zuvor hatte Real Mallorca noch in Unterzahl einen Punkt bei Deportivo La Coruña ergattert. Torwart Miquel Ángel Moyá hatte nach einer Notbremse die rote Karte gesehen und damit den Einsatz seines Ersatzmannes Lux erst nötig gemacht.

Ausgerechnet vor den schweren Wochen mit Spielen bei Real Madrid (voraussichtlich am kommenden Sonntag, 11. November, 19 Uhr) und beim FC Sevilla (am 24./25. November) scheint der Inselklub ein wenig außer Tritt zu geraten. Das nächste Heimspiel gegen Real Murcia steht erst Anfang Dezember an. Am 17./18. November hat die Liga spielfrei – Spaniens Nationalteam kämpft dann um die Qualifikation für die EM 2008.

Zumindest einer der Inselkicker könnte dann allerdings trotzdem zum Einsatz kommen. Denn Stürmer Dani Güiza scheint Chancen auf seine erste Berufung ins Nationalteam zu haben. Coach Luis Aragonés gibt seine Auswahl für die Spiele gegen Schweden und Nordirland am Freitag, 9. November, bekannt. Mallorcas Torgarant hat immerhin bereits fünfmal getroffen – unter den Erstliga-Stürmern mit spanischem Pass hat nur Valencias Morientes mehr Tore auf dem Konto (6).

Im Spiel beim Meister Real Madrid dürfte mitentscheidend sein, ob der erst vor dieser Saison nach Mallorca gewechselte Güiza seine gute Form konservieren kann. Allerdings läuft auch in der Hauptstadt nicht alles nach Plan: Das Team des deutschen Trainers Bernd Schuster musste sich beim FC Sevilla zuletzt mit 0:2 geschlagen geben und hat nur noch einen Punkt Vorsprung auf den FC Barcelona. Schuster zeigte sich nach dem Spiel unzufrieden mit em Schiedsrichter und sorgte mit der Behauptung für Aufregung, der Unparteiische habe sein Team bewusst benachteiligt - weil er Katalane sei.

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