Schuss ins Herz: Deutsche ermordet

Deutsche in Cala Murada getötet. Polizei schließt Einbruch aus. Katharina G. hat ihren Mörder vermutlich gekannt

Ein Gewaltverbrechen erschüttert Cala Murada. Am Sonntagnachmittag wurde in der Villensiedlung an der Küste von Manacor die deutsche Residentin Katharina G. erschossen. Die Kugel traf sie mitten ins Herz und trat im oberen Rückenbereich wieder aus dem Körper. Die 63jährige war auf der Stelle tot. Der Schuss wurde aus geringer Entfernung abgefeuert.

Nach ersten Angaben der Ballistiker muss sich der Mörder auf etwa drei Meter seinem Opfer genähert und gezielt mit einer kleinkalibrigen Waffe, vermutlich einem Gewehr, geschossen haben. Katharina K. lebte seit gut zehn Jahren mit ihrem 71jährigen Partner in dem Häuschen in der Calle Catalunya. Nachbarn sahen die Frau noch kurz vor der Tat auf der Terrasse bügeln. Wenig später fiel der Schuss.

Ihr Lebensgefährte wurde vor dem Mord im Garten gesehen. Nach seinen Angaben ist ein Einbrecher in das Haus eingedrungen und hat seine Partnerin umgebracht, als diese ihn überraschte. Er selbst habe den Täter fliehen sehen.

Laut „Ultima Hora” bezweifelt die Polizei diese Version allerdings. Es habe am Tatort weder einbruchs– typische Spuren gegeben, noch sei die Frau in einen Kampf verwickelt worden. Der Gerichtsmediziner konnte auch keine Kratzer, Würgemale oder andere Blessuren an dem Leichnam erkennen. Lediglich ein tödlicher Durchschuss. Alles deute darauf hin, dass Katharina G. ihren Mörder gekannt habe.

Unmittelbar nach Eintreffen der Polizei erlitt der Lebenspartner von Katharina G. einen Schwächeanfall und musste ins Krankenhaus von Manacor eingeliefert werden. Bei ersten Vernehmungen soll sich der Mann, der aus München stammen soll, in Widersprüche verwickelt haben. Er sei auf Schmauch- und Pulverspuren untersucht worden. Die Proben werden derzeit im kriminaltechnischen Labor in Madrid ausgewertet. Der Stand der Ermittlungen reiche für eine Festnahme nicht aus. Ein Motiv für den Mord sei nicht erkennbar.

Außer der Kugel vom Kaliber 22 konnten die Beamten bisher nur wenige Spuren des Verbrechens sichern. Nach der Tatwaffe werde weiter fieberhaft gesucht. Allerdings haben die Ermittler im Haus ein Holster für ein Gewehr gefunden.

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