Niki Lauda fliegt die Presse

Alpenländische Fluggesellschaft Niki verbindet im kommenden Jahr Mallorca mit Mailand und über Wien sogar mit Moskau. 55 Medienvertreter aus Österreich besuchen Palma für einen Tag

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Niki Lauda bringt uns Italien näher.

Österreich befindet sich auf dem Vormarsch in Spanien. Allein in diesem Jahr erwartet die alpenländische Fluggesellschaft Niki einen Zuwachs von rund 20 Prozent auf 1'2 Millionen Fluggäste. „Und hierbei ist Mallorca von besonderer Wichtigkeit für uns”, sagte der Inhaber der Airline, Niki Lauda, am Mittwoch in Palma. Der ehemalige Formel-1-Pilot war mit über 50 geladenen Journalisten seiner Heimat für einen Tag nach Palma gereist, um den Landsleuten die Flugverbindungen nach Spanien zu präsentieren.

Niki kooperiert bekanntlich mit der deutschen Fluggesellschaft Air Berlin, die den Flughafen Palma als Drehkreuz zu 13 anderen Zielen auf dem spanischen Festland sowie nach Ibiza und Menorca nutzt.

Doch die österreichische Airline will neben dem prognostizierten Wachstum ihr eigenes Streckennetz ausbauen, kündigte Niki Lauda an. Zum einen solle Italien stärker in die Mallorca-Flugpläne integriert werden. Von 2007 an – das genaue Datum steht noch nicht fest – werden die Flugverbindungen Wien-Mailand-Palma sowie Palma-Mailand-Wien ins Flugprogramm genommen. Zum anderen wird Niki Anfang 2007 von Wien aus nach Moskau starten. Welcher der drei Flughäfen der russischen Hauptstadt hierbei gewählt wird, sei aber noch nicht entschieden. Mallorca und Moskau wären dann über einen Stopp in der Donau-Metropole miteinander verbunden.

Über den geplanten Börsengang seines Kooperationspartners Air Berlin äußerte sich Niki Lauda positiv. „Ich finde das gut und werde Aktien kaufen.” Auf die Frage, wieviele Anteile er erwerben wolle, sagte Lauda: „Schaun wir mal.” Die deutsche Niedrigpreis-Gesellschaft hält seit zwei Jahren 24 Prozent an Niki, 76 Prozent besitzt der österreichische Flugunternehmer. Für sein eigenes Unternehmen gebe es hingegen keine Pläne, an die Börse zu gehen, versicherte der Airline-Chef.

Niki Lauda war bereits am frühen Morgen von Linz aus nach Mallorca gestartet. Der 57jährige saß selbst am Steuer seines Airbus. Die Gesellschaft war mit ingesamt vier Maschinen – zwei aus Wien, je eine aus Linz und Salzburg – in Palma gelandet. (An Bord der vier Maschinen befanden sich neben den Geladenen auch 550 reguläre Fluggäste und Urlauber aus Österreich.)

Die mitgereisten Journalisten sowie Geschäftsführer der österreichischen Flughäfen besichtigten den Airport Son Sant Joan sowie die Stadt. Für die Pressedelegation wurde ein spätes Mittagessen im Restaurant des Museums Es Baluard serviert. Danach hatten die Gäste noch eineinhalb Stunden Zeit, um die Altstadt auf eigene Faust zu entdecken, bevor es mit dem Bus zurück zur wartenden Maschine ging. Der bedeckte Himmel und einsetzender Nieselregen schafften es augenscheinlich nicht, den Spaß an dem Kurztrip zu verderben.

Niki Lauda selbst war der gefragte Mann auch für die spanischen Medienvertreter. Trotz Zeitdrucks stand der Unternehmer, behütet mit seiner traditionellen roten Schirmmütze, kurzfristig für Fragen zur Verfügung.

Mallorca wird in diesem Sommer von Niki 20mal pro Woche angeflogen. Die Airline unterhält fünf Airbus-Passagierflugzeuge. Im vergangenen Jahr flogen erstmals über eine Million Menschen mit der Niedrigpreis-Airline.

In ihrer Reisefreude stehen sich Österreicher und Deutsche nach Niki Laudas Worten nicht nach. „Da gibt es keinen Unterschied.”

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