Air Berlin und Airbus: Der erste Streich

Knapp 1000 geladenen Gästen stellte die Air Berlin in Berlin-Tempelhof ihren ersten Airbus A320 vor. Mindestens weitere 59 Maschinen dieses Typs sollen folgen. Die treue Boeing 737 hat aber lange noch nicht ausgedient

Ende des Monats wird das neue Prunkstück von Air Berlin erstmals auf Mallorca erwartet: der erste Airbus A320 der Fluggesellschaft Air Berlin, der am Dienstagabend auf dem Berliner Flughafen Tempelhof knapp 1000 geladenen Gästen präsentiert wurde.

60 Maschinen dieses Typs hat Air Berlin-Chef Joachim Hunold bei Airbus Industries bestellt, weitere 40 Jets sind optioniert. Zehn Maschinen werden im Laufe des nächsten Jahres an den Carrier ausgeliefert.

Auch Niki, Fluggesellschaft Niki Laudas, an der die Air Berlin mit 25 Prozent beteiligt ist, stellte in Termpelhof einen neuen Airbus vor. Lauda selbst hatte den Jet von Wien nach Berlin geflogen; die Air-Berlin-Maschine kam aus Hamburg und brachte Airbus-Chef Gustav Humbert sowie den Chef des französischen Motorenherstellers CFM, Eric Bachelet, mit.

Beifall brandete auf, als die beiden Jets kurz nacheinander landeten. Unter den Gästen in der Eventhalle des Flughafens waren etliche prominente Persönlichkeiten, darunter Sabine Christiansen, Wolfgang Clement, Michael Glos, Friedrich Merz, Laurenz Meyer, Uwe Ochsenknecht, Ulla Schmidt und Guido Westerwelle.

Auch aus Mallorca war eine Delegation angereist, darunter Tourismusminister Joan Flaquer, Immobilienunternehmer Matthias Kühn, Schörghuber-Statthalter Peter Tschirky, Andratx-Golfdirektor Stefan Blöcher, Ex-Tennis-Star Charly Steeb und MM-Chef Wolfram Seifert.

Hunold und Lauda würdigten in der Gesprächsrunde nach Präsentation der Maschinen, die von Johannes B. Kerner moderiert wurde, die gute Zusammenarbeit mit Airbus und CFM sowie die beider Airlines, die ihr Flugprogramm gemeinsam abwickeln. Trotz der schwierigen Situation auf dem Treibstoffmarkt sehen beide vorsichtig optimistisch in die gemeinsame Zukunft.

Schon seit Monaten werden Piloten der Air Berlin, die bislang ausschließlich Maschinen des Typs Boeing 737 flogen, im Simulator bei Airbus in Toulouse auf den neuen Flugzeugtyp umgeschult. Praxiserfahrungen sammeln die Piloten bei Niki, die bereits über eine Airbus-Flotte verfügt. Vom nächsten Jahr an findet die Simulator-Schulung im neuen Ausbildungszentrum in Schönefeld statt.

Wegen der guten Erfahrungen mit den Jets von Boeing verfolgt die Air Berlinh zumindest für die nächsten sechs Jahre noch eine Zwei-Flotten-Strategie. „Ob wir mit den bis 2011 kommenden A320 unsere Boeing-Flotte komplett ersetzen oder nur ergänzen, wird der Markt entscheiden”, sagte Hunold. „Auslaufende Boeing-Leasingverträge erlauben uns jedenfalls eine flexible Planung. Wir sind nicht zum Wachstum gezwungen.”

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