Real: „Blut, Schweiß und Tränen”

Immobilien- Unternehmer Vicenç Grande neuer Präsident des Insel-Clubs. Vorgänger Miguel Alemany bleibt nach seinem Rücktritt sportlicher Berater

Bei Real Mallorca ist eine neue Ära angebrochen: Am Dienstag kündigte Präsident Mateu Alemany an, dass er sich von seinem Amt zurückziehen werde. Auf diese Nachricht war seit dem Klassenerhalt des Teams in letzter Minute gewartet worden.

Schon am Mittwoch stand fest, wer die Geschicke des Clubs künftig leiten wird. Es handelt sich um den Immobilien-Unternehmer Vicenç Grande, der ein Firmenimperium besitzt und mit seinem Unternehmen Drac auch schon Sponsor des Basketballteams von Inca ist. Grande war schon vor seinem Amtsantritt größter Aktionär von Real und vergrößerte seinen Anteil jetzt (wenn man Partner mitzählt) auf 62 Prozent.

Grande warb gleich am ersten Tag um die Unterstützung der Fans: „Ich kann heute nur Arbeit, Bescheidenheit und die Liebe zu den Farben Mallorcas zusagen”, meinte Grande der Presse gegenüber. Er betonte auch, dass er einen anderen Präsidenten abgeben werde als sein Vorgänger: „Ich bin kein professioneller Präsident. Aber ich werde für den Club mit Blut, Schweiß und Tränen arbeiten. Das ist alles was ich habe und alles was ich anbieten kann.”

Die wichtigste Frage, das erste, was die neue Führung sichern muss, ist nun, ob der Argentinier Héctor Cúper dem Team auch in der Saison 2005/2006 erhalten bleibt. In Vereinskreisen wurde gemunkelt, der Erfolgscoach wolle seine Zukunft von dem Verbleib Alemanys abhängig machen. Doch dieser geht nun davon aus, dass Cúper bleibt. Zumal Alemany sich auch nicht ganz von Real Mallorca trennt, sondern die Führung als sportlicher Berater unterstützen wird.

Für Mateo Alemany ist Real eine Herzensangelegenheit. Er ist seit 16 Jahren für den Club tätig, war seit Ende 2004 Präsident. „Das war mehr als eine Arbeit für mich. Real war meine zweite Familie und hat mein Leben komplett bestimmt”, so Alemany, der in Erinnerung bleiben will als ein ehrlicher Mensch, der die Interessen der Club-Besitzer gut vertreten hat. Die Fans wollte Alemany am letzten Arbeitstag beruhigen. Es kämen hervorragende Zeiten auf Real Mallorca zu.

Die beste Zeit, die der Verein bisher hatte, sind mit der Arbeit Alemanys in verschiedenen Funktionen verbunden, er ist sozusagen der Zeitzeuge des Erfolgs.

In seiner Zeit bei Real verbrachten die Real-Kicker zehn Spielzeiten in der ersten Liga, fünf in der zweiten. Man gewann einen spanischen Supercup, nahm einmal in der Champions League teil, beendete zweimal ein spanisches Pokal-Endspiel als Verlierer, holte den Cup einmal, stand im Finale des Europapokals der Pokalsieger.

Alemany hat unter fünf Präsidenten „gedient”, bevor er selbst die Führung übernahm: Miquel Contestí, Pau Llabrs, Miquel Dalmau, Bartolomé Beltrán und Guillermo Reynés. Mit folgenden Trainern arbeitete Alemany zusammen: Llorenç Serra Ferrer, Jaume Bauça, Nando Pons, José Antonio Irulegui, Mané, Víctor Muñoz, Tomeu Llompart, Héctor Cúper, Mario Gómez, Fernando Vázquez, Luis Aragonés, Bernd Krauss, Sergio Kresic, Gregorio Manzano, Jaime Pacheco und Benito Floro.j

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