Bittersüße Heimkehr von Samuel Eto´o

Mallorca unterliegt Barcelona 1:3

Samuel Eto'o hat zwei Tore geschossen. Diese Nachricht war jahrelang eine sehr gute für Real Mallorca. Doch seit Beginn dieser Saison stürmt der Star nicht mehr für das Inselteam, sondern für den großen FC Barcelona. Und so ist die Nachricht, dass der Kameruner Nationalspieler am Sonntag zweimal getroffen hat, eine ganz schlechte Nachricht.

Denn Mallorca hat auch das dritte Heimspiel der noch jungen Saison verloren. Mit 1:3 zogen die Mannen vor Trainer Benito Floro diesmal den Kürzeren, dabei musste sich die Star-Truppe aus Katalonien nicht einmal verausgaben.

Bereits nach zehn Minuten gingen die Gäste in Führung, als Larssen, der dänische Sturmpartner Eto'os, einen Abpraller unhaltbar für Torwart Moyá in den Maschen versenkte. In Minute 37 legte Ballesteros Gegenspieler Ronaldinho im Strafraum. Den fälligen Elfmeter verwandelte Samuel Eto'o. Nur zwei Minuten später spielt ihn Larssen mustergültig an, der Kameruner lässt Moyà aussteigen und markiert Treffer Nummer zwei.

Beide Tore hat er nicht bejubelt: Wie er vor dem Spiel gegenüber MM-Schwesterzeitung „Ultima Hora” ankündigte, „werde ich meine Treffer nicht feiern”. An seinem Ex-Club hänge sein Herz, hier sei er ein großer Spieler geworden und hätte die Chance erhalten, bei einem Weltklasseclub wie Barcelona zu spielen. Auf der Insel hat Eto'o nach wie vor sein zu Hause, in der katalanischen Hauptstadt wohnt er noch im Hotel.

Freilich wäre es seinen ehemaligen Vereinskollegen lieber gewesen, Eto'o hätte gar keinen Grund gehabt, nicht zu jubeln. So können sie sich noch glücklich schätzen, keine schlimmere Packung kassiert zu haben. Allein Larsson scheiterte in der ersten Halbzeit zweimal völlig freistehend vor Moyà. Der Treffer zum 1:3 durch Delibasic in der 77. Minute hat lediglich statistischen Wert.

In der Statistik der Saison orientiert sich Mallorca mit der Niederlage wieder Richtung Abstiegsränge. Mit vier Punkten liegt der Club auf Rang 16. An sich ist die Heimmisere kein Drama, zwei der drei Niederlagen hat man gegen die Spitzenklubs Real Madrid und Barcelona kassiert.

Damit nicht doch ein Problem aus der Situation wird, sollten allerdings am Wochenende wieder Punkte her. Die Aufgabe bei Aufsteiger Levante sollte lösbar sein, Anpfiff ist am Sonntag um 17 Uhr. Trainer des Neulings ist übrigens der Deutsche Bernd Schuster, in Spanien mindestens so bekannt wie in seiner deutschen Heimat.

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