Geplant war mal ein Mallorca-Pornostar

Die frühere Gina Wild über ihre zwei Karrieren, böse Insel-Erfahrungen und Familienplanung / Foto-Shooting für Kalender

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Fans von Michaela Schaffrath können sich freuen: 2004 gibt es den ersten eigenen Kalender der Frau, die unter dem Namen „Gina Wild” sieben Pornofilme gedreht und inzwischen den Sprung zur seriösen Schauspielerin geschafft hat. Die Aufnahmen entstehen in diesen Tagen auf Mallorca. Michaela Schaffrath und ihr Mann Axel haben sich zusammen mit dem Team des Star-Fotografen Mayk Azzato auf einer Finca eingenistet.

„Ich gebe der Insel noch eine Chance”, lacht Michaela Schaffrath im MM-Gespräch. An ihre bisherigen Mallorca-Besuche denkt die 32-Jährige nämlich nicht gerne zurück. Dabei sollte Mallorca 1998 ihre neue Heimat werden. „1998 hatte ich mich entschlossen, Hardcore-Darstellerin zu werden. Das wollte ich mit jemandem machen, der's kann.” Mit Porno-Produzent Hans Moser, der bereits Teresa Orlowski und Sarah Young zu Stars der Branche gemacht hatte.

Der in Palma lebende Moser wollte aus ihr einen Mallorca-Pornostar kreieren. „Die Zusammenarbeit funktionierte aber nicht. Nach einigen Wochen war alles vorbei. Wir hatten zuvor unsere Existenz in Deutschland aufgegeben, waren nach Mallorca gezogen. Das Ganze hat einen Monat gedauert und mir den finanziellen Ruin gebracht.” Auch ein Mallorca-Urlaub vor zwei Jahren verlief nicht berauschend. „Am ersten Tag begannen die Zahnschmerzen, alles war vereitert.” Bekanntschaft mit einer Qualle, ein verregneter Fahrrad-Ausflug und ein ausgeraubtes Hotelzimmer sind weitere Erlebnisse, die Michaela Schaffrath mit dem zweiwöchigen Aufenthalt in Illetas verbindet.

Trotz der schlechten Erfahrungen 1998 zog es Michaela Schaffrath weiter in die Porno-Szene, in der sie von Januar '99 bis Dezember 2000 aktiv war. Über Partnertausch und Swinger-Clubs hatte sie sich dem Geschäft genähert. „Das hat sich über viele Jahre entwickelt”, erläutert Michaela, die mit ihrem Mann schon seit 14 Jahren zusammen ist. „Man musste mich nicht überreden. Wenn man sich überreden lassen muss, ist das auch keine gute Wahl. Man muss es aus ganzem Herzen machen. Es muss aus der Hose kommen, um es mal ganz konkret zu sagen.”

Nicht alle Darstellerinnen im Porno-Geschäft sind mit Spaß bei der Sache. „Ich kenne einige Mädels, die es mit Lust und Leidenschaft machen. Aber es gibt auch Frauen, die nur die Möglichkeit sehen, schnell Geld zu verdienen. Ich würde aber keiner Frau raten, es nur deswegen zu machen. Dann geht man daran kaputt.” Michaela ist am harten Business nicht kaputt gegangen. Sie wurde zum Promi – etwas, womit die 160 Zentimeter große Frau selber nicht gerechnet hatte, als sie noch vor der Kamera stöhnte.

„Mir ist bewusst, dass ich gerade wegen dieser Phase interessant bin. Deswegen wäre es auch dumm, diese Geschichte zu verleugnen.” Ein Pluspunkt von Michaela Schaffrath ist auch ihre Natürlichkeit, auf die sie Wert legt. Wie lässt sich Natürlichkeit mit der Brustvergrößerung vereinbaren, die 1998 vorgenommen wurde und zu den Maßen 93-60-89 führte?

„Es war lange Zeit so, dass ich immer gesagt habe, ich würde nie etwas an meiner Brust machen lassen. Aber Hans Moser war der Meinung, sie müssten medientauglich gemacht werden.” Also beugte sich Michaela den Zwängen. „Aber nur unter der Prämisse, dass die Brüste noch zu meinem Typ passen, dass da nicht solche Knallbonbons bei rauskommen.” Das Ergebnis war zufriedenstellend: „Wenn ich gewusst hätte, dass sie soo gut werden, hätte ich's viel früher machen lassen”, lacht die ehemalige Gina Wild.

Zusammen mit ihrem Axel arbeitet Michaela Schaffrath an der Zukunft, gründete gerade eine Lizenz-Firma. Noch möglichst lange will sie als Schauspielerin tätig sein. Und sie will ein Kind. „Ja, wir versuchen es schon einige Monate.” Bislang ist die „Arbeit” vergeblich. Trotzdem wollen die beiden nicht „nachhelfen”, wie eine Zeitung berichtete. „Nur wenn es gar nicht anders geht, werde ich eine künstliche Befruchtung durchführen lassen. Aber wir haben es nicht so eilig und probieren's weiter auf dem natürlichem Weg – der macht ja auch am meisten Spaß!”

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