"Hexenjagd" bei den Konservativen

Zoff bei der Balearen-PP um die Wahllisten

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Die balearische konservative Partei (Partido Popular, PP)steht vor einer Zerreißprobe. Kein Politiker, gegen den ein Ermittlungsverfahren läuft, soll im kommenden Frühjahr bei der Regionalwahl kandidieren dürfen. Das hat der balearische Parteivorsitzende José Ramón Bauzá angekündigt. Einige der betroffenen Parteikollegen reagierten nun mit Unverständnis auf die Entscheidung.

Der PP-Sprecher im Inselrat, Jaume Font, gegen den bereits seit 2008 ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Korruption läuft, berief sogar kurzfristig eine Pressekonferenz in einer Bar ein (Foto, Font ganz rechts). Er warf Bauzá vor, eine "Hexenjagd" zu veranstalten. Die Unschuldsvermutung müsse auch für Politiker gelten. Font war eigentlich als Spitzenkandidat der PP für den Inselrat vorgesehen.

Bauzás Vorgehen ist als Versuch zu werten, rechtzeitig vor der Wahl das Thema Korruption ad acta zu legen. Seit Beginn der Legislaturperiode im Jahr 2007 sind immer neue Skandale bekannt geworden, in die PP-Politiker verwickelt sind. Am 29. Mai 2011 werden neben dem Inselrat auch das neue Balearen-Parlament sowie auf lokaler Ebene die Gemeinderäte gewählt.

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