Alle Neune

Es ist ein fester Termin im mallorquinischen Sportkalender: Immer im August, kurz vor Beginn der neuen Saison, empfängt Real Mallorca in Palma einen internationalen Spitzenklub zum Duell um den Pokal der Stadt Palma. Diesmal kommt der niederländische Meister PSV Eindhoven mit Trainer Huub Stevens (14. August, Anstoß: 22 Uhr). Stevens trainierte schon den FC Schalke 04, Hertha BSC

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Real Mallorca handelt gegen den Trend. Während im europäischen Fußball die Internationalisierung voranschreitet, besinnt sich der Inselklub auf seine Wurzeln: Acht der neun Spieler, die der Erstligist zur neuen Saison verpflichtet hat, stammen aus Spanien. Nur der Ex-Stürmer des FC Zürich, Alhassane Keita, bildet eine Ausnahme (er stammt aus Guinea).

Damit könnte Real Mallorca in Zukunft schaffen, was in Spanien sonst nur Athletic Bilbao gelingt: eine rein spanische Elf auf den Platz zu schicken. Bei den Basken kicken nur Spieler, die aus der Region stammen. Real Mallorca hat immerhin vier Spieler unter Vertrag, die auf der Insel geboren wurden: Torwart Miquel Àngel Moyà (Binissalem), Iván Ramis (Sa Pobla), Víctor Casadesús (Algaida) und Pep Lluís Martí (Palma). Nur drei ausländische Spieler sind bei Real Mallorca sichere Stammplatzkandidaten. In der Abwehr der Portugiese José Nunes, im Mittelfeld der Venezolaner Juan Arango, im Sturm der Kameruner Pierre Webó. Alle anderen müssen mit den neuverpflichteten Spielern um Gregorio Manzanos Gunst buhlen.

Der Trainer macht aus seinen Vorlieben keinen Hehl: „Wenn die Bedingungen die gleichen sind, wollen wir spanische Spieler verpflichten”, sagte der Andalusier der Sportzeitung „Marca”. „Wir konzentrieren uns auf den spanischen Markt, weil die Eingewöhnungszeit der Spieler kürzer ist.” Manzano achtet aber nicht nur darauf, dass die Spieler den richtigen Pass haben. Mit seiner Einkaufspolitik verfolgt er einen klaren Kurs: Technisch gut ausgebildet, schnell und möglichst jung sollen die Kicker sein. Dem Klub ist es gelungen, mehrere vielversprechende Talente auf die Insel zu locken. Vor allem José Manuel Jurado (22) wird eine große Zukunft vorausgesagt. Der Mittelfeldspieler stammt aus der Nachwuchsschmiede von Real Madrid, spielte zuletzt aber bei Atlético Madrid. „Juanmi” Callejón, Ayoze Díaz, Mario Suárez, Enrique Corrales und Óscar Díaz verstärken die „spanische Fraktion”. Mit Pep Lluís Martí (vom FC Sevilla) und „Josemi” González (vom FC Villarreal) kommen zwei international erfahrene Spieler. Sie alle werden den Abgang der Leistungsträger Ariel Ibagaza, Dani Güiza und Fernando Navarro kompensieren müssen. Der Wechsel von Torwart Miquel Àngel Moyà zum FC Valencia ist offenbar gescheitert. Der letzte ernste Test vor Saisonbeginn am 31. August steht gegen den PSV Eindhoven an.

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