Sprachendebatte: Mehr Catalán, weniger Englisch

Ein Dekret des balearischen Bildungsministeriums, dass seit der Wahl der Sozialisten von der Bildungsministerin Bàrbara Galmés geleitet wird, hat schon einen Tag nach Veröffentlichung für viel Polemik gesorgt. Denn das Dekret sieht unter anderem vor, ab dem Schuljahr 2008/09 den dreisprachigen Unterricht an den Schulen, der erst vor zwei Jahren unter der Regierung von Jaume Matas eingeführt wurde, wieder abzuschaffen. Dies erklärte die Generaldirektorin des Bildungsministeriums, Maria Gener. Wurden neben Castellano und Catalán bisher auch in einigen Klassen Fächer auf Englisch unterrichtet, soll der Fremdsprachenunterricht zugunsten des Katalanischen wieder zurückgefahren werden.

Die neue Bestimmung sieht vor, dass Katalanisch mit mindestens 50 Prozent die Hauptunterrichtssprache an den Schulen der Balearen sein soll. Englisch soll außerdem nicht, wie bisher üblich, schon im ersten, sondern erst im zweiten Jahr der Vorschule eingeführt werden.

Damit sind die rund 30 Schulen auf den Balearen, die in den vergangenen zwei Jahren den „Trilinguismus” eingeführt hatten, gezwungen, den Unterricht erneut umzuorganisieren. Als einer der Gründe für die neuen Bestimmungen gibt die Balearen-Regierung an, die katalanische Sprache, Kultur und Geschichte unter den Jugendlichen auf den Inseln wieder verstärkt fördern zu wollen.

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