Das Portiönchen Mallorca

Messe der einheimischen Küche bis 2. April in Palma / Restaurants, Bodegas und Lebensmittelhersteller

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Mallorquiner lieben sie: Zu Tausenden strömen sie in Palmas Messehalle Ifebal, wenn wie derzeit die „Mostra de Cuina” Kostproben der einheimischen Gastronomie bietet. Die Restaurants sind die Hauptdarsteller der Gastro-Schau: Mittags und abends verkaufen sie Probiertellerchen mit mallorquinischen Gerichten. Aber auch Hersteller von einheimischen Produkten wie Sobrasada, Wein und Likör sind präsent.

Es liegt in der Natur der Veranstaltung, dass das gebotene Essen nicht allzu raffiniert sein kann: Da die Restaurants die Gerichte nicht vor Ort zubereiten können oder wollen, werden nur solche Speisen angeboten, die bereits fertig angeliefert und über Stunden warm gehalten oder schnell aufgewärmt werden können. Am Eröffnungstag am Mittwoch waren das zum Beispiel „Frito” mit Pulpo, „Arroz Brut”, Hackfleischbällchen in Sepiasoße und Kabeljau mit Kartoffeln.

Die Portiönchen (zum Beispiel drei kleine Hackfleischbällchen) werden für 2'50 Euro verkauft. Der Gast geht so lange zu den diversen Ständen, bis er satt ist. Verschiedene Bodegas verkaufen dazu ihren Wein. Wer nur ein Gläschen haben will, darf nicht zu wählerisch sein: Bei den im Plastikbecher gereichten Tropfen hat man die Wahl zwischen „blanc o negre” – Weiß- oder Rotwein. Wer eine ganze Flasche ordert, weiß immerhin, was er trinkt.

Zimperlich geht es auf der „Mostra de Cuina” nicht gerade zu: Es herrscht ein reges Kommen und Gehen an den Tischen. Dabei kommt es vor, dass sich Wildfremde zu einem an den Tisch setzen, was sonst in der mallorquinischen Gastronomie undenkbar wäre. Gegessen wird auf braunen Tontellern und mit Plastikbesteck auf rotweiß karierten Tischdecken. Der Boden sieht so aus, als habe man vergessen, einen aufzulegen.

Dennoch ist der Gastronomieverband, der die „Mostra” organisiert, überzeugt, dass die Messe nicht nur seit 20 Jahren dazu beiträgt, dass die einheimische Küche auf der Insel ein festes Standbein hat. Sie soll auch im Tourismus die Qualitäten der mallorquinische Gastronomie unterstreichen. Ein Sprecher des Verbandes betonte, dass auch „avantgardistische” Tendenzen der mallorquinischen Küche vorgeführt werden. Als Beispiel nannte er das Restaurant „La Gran Tortuga” in Cala Fornells.j „Mostra de Cuina” bis 2. April, 12.30 bis 16 Uhr und 19 bis 23 Uhr. Messehalle Ifebal, Palma. Eintritt 3'50 Euro (inkl. Likör, Kaffee oder Eis).

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