Bevölkerungswachstum so hoch wie nie

Knapp 917.000 Menschen auf den Balearen / Mehr Geburten als Todesfälle

Auf den Balearen leben mittlerweile 916.968 Personen. Im Jahr 2002 ist die Bevölkerung um 4'4 Prozent oder 38.341 Menschen gewachsen. Das ist das Ergebnis der Sozial– und Wirtschaftsstudie 2002 der Balearenuniversität und der Sparkasse Sa Nostra.

Danach ist die Steigerung die größte der vergangenen fünf Jahre, wenn man die absoluten Zahlen betrachtet. Das Wachstum war selbst in den Boomzeiten der Vergangenheit nicht stärker.

Gab es in den 60er Jahren 91.000 und in den 70er Jahren 123.000 Zuwanderer, sind es von 1992 bis 2002 fast 170.000 gewesen. Die 4'4 Prozent Wachstum liegen einen halben Punkt über der Zahl von 2001 und deutlich über dem spanischn Schnitt von 1'8 oder dem europäischen Mittel von 0'4 Prozent.

Das Plus auf Mallorca beläuft sich auf 28.656 Personen (4'1 Prozent), auf Menorca wurden 3500 (plus 4'6), auf Ibiza 5599 (5'9) und auf Formentera 586 (8'5 Prozent plus) Neubürger. Seit Ende der 90er Jahre ist auch das vegetative Wachstum auf den Balearen wieder positiv, das heißt, es werden mehr Geburten als Todesfälle registriert.

Diese Wachstumsrate lag im vergangenen Jahr bei 12'6 Prozent (3298 Personen in absoluten Zahlen), über dem EU-Durchschnitt von 11'13 und dem spanischen von 10'14 Prozent.

Der Hauptgrund für die balearische Fruchtbarkeit: Ausländische Mütter haben mit 1882 Geburten 18'2 Prozent der Babys geliefert. Außerdem kommen die Frauen, die in Zeiten des Babybooms geboren wurden, in das Alter zwischen 30 und 39, in der die meisten Spanierinnen meist ihr erstes Kind gebären.

Angesichts dieser Zahlen hat die Uniò Mallorquina (UM) ihre umstrittene Forderung nach einer Begrenzung der Höchstzahl der Bevölkerung wiederholt.
Die Partei der bürgerlichen Nationalisten von Inselratspräsidentin Maria Antònia Munar hat eine Pressemitteilung herausgegeben, laut der es die Möglichkeit wünschenswert wäre, mittels „auf staatlicher und lokaler Ebene einvernehmlich beschlossener politischer Maßnahmen diese Zuwanderung zu begrenzen”. Das beste Werkzeug, um das zu erreichen, ist laut UM der Flächennutzungsplan für Mallorca. (blu)

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