Kontakte knüpfen für Kosmopoliten auf Mallorca

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Anwältin Saskia Porta organisiert auf Mallorca zusammen mit ihrem Ehemann Dominic ehrenamtlich die Aktivitäten von Internations.

Anwältin Saskia Porta organisiert auf Mallorca zusammen mit ihrem Ehemann Dominic ehrenamtlich die Aktivitäten von Internations.

Foto: MM-Redaktion (Patricia Lozano)

Mehr als drei Millionen Mitglieder, die in 420 Städten rund um den Globus aktiv sind: Elf Jahre nach seiner Gründung in München ist Internations eigenen Angaben zufolge das größte Expat-Netzwerk der Welt. Auch für Ausländer, die auf den Balearen gestrandet sind, gibt es eine regionale Gruppe. Einmal im Monat trifft sie sich zum zwanglosen Kennenlernen und Netzwerken in einem Hotel, Restaurant oder einer Bar in Palma. Denn noch reicht die Zahl der Mitglieder nicht, um auch auf Menorca oder Ibiza Kennenlern-Events zu veranstalten.

„Gerade für Neuankömmlinge sind unsere Treffen eine gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen”, sagt Saskia Porta, die die monatlichen Meetings mit ihrem Ehemann Dominic organisiert. „Es sind zwanglose ‚Get Together’, ohne feste Sitzordnung. Man plaudert im Stehen, damit es sich mischt. Leute aus aller Welt sollen sich kennenlernen und Spaß haben”, ergänzt die 35-Jährige, die durch Umzüge von Deutschland nach Barcelona und Mexiko aus eigener Erfahrung weiß, wie anstrengend ein beruflicher Neustart auch privat sein kann.

Seit fünfeinhalb Jahren arbeitet sie mit ihrem Mann Dominic in einer Anwaltskanzlei in Palma und ist seitdem für Internations aktiv. „Anfangs kamen gerade einmal zehn Leute zu den Treffen”, berichtet sie. Seither ist die Mitgliederzahl stark gewachsen. „Tausend werden es schon sein, allerdings sind sicherlich auch ‚Karteileichen’ dabei”, meint sie. Bis zu Hundert Teilnehmer kommen mittlerweile zu den monatlichen Events. Bedingung dafür ist lediglich eine Registrierung auf der Website internations.org. Einladungen zu Treffen und anderen Aktivitäten erhalten Mitglieder dann per Mail. Ähnlich wie bei Facebook können sie sich untereinander Nachrichten schicken, sich vernetzen und zusätzlich auch im echten Leben treffen. Dazu dienen auch die sogenannten Activity Groups, in denen Mitglieder je nach Interessenlage zu Wine Tastings, Restaurantbesuchen oder Sport zusammenkommen. Wer daran teilnehmen will, muss allerdings einen kleinen monatlichen Obolus von rund fünf Euro entrichten. „Man kann aber vorher probeweise hingehen, um zu schauen, ob es für einen passt”, sagt Porta.

Die Internations-Mitglieder sind weltweit wie auch auf den Balearen eine bunt gemischte Truppe. „Bei uns machen Studenten mit, aber es sind auch über 60-Jährige dabei”, berichtet Porta. „Bei einem Treffen kommen jedes Mal rund 25 Nationalitäten zusammen.” Den größten Anteil haben dabei - wenig überraschend - die Deutschen. „Zweitgrößte Gruppe sind Spanier, die schon einmal im Ausland gelebt haben, die ihre Fremdsprachenkenntnisse nicht verlieren wollen und an internationalen Kontakten interessiert sind”, sagt Porta. Offizielle Sprache ist zwar Englisch, aber je nach Gesprächspartner switchen die Teilnehmer in das jeweils passende Idiom.

Eigentlich müssten die Balearen angesichts des hohen Ausländeranteils prädestiniert für eine große Internations-Gruppe sein. In Madrid und Barcelona finden fast täglich Events statt, die von mehreren Hundert Teilnehmer besucht werden. Warum dies auf Mallorca (noch) nicht so ist, weiß sich Porta auch nicht recht zu erklären. „Vielleicht herrscht hier eine gewisse Gemütlichkeit. In großen Metropolen nimmt man dagegen lange Anfahrtswege für Veranstaltungen ganz selbstverständlich in Kauf.”

Auch sie selber kämpft bei ihrer organisatorischen Arbeit in Palma mit einigen Stolpersteinen. Es sei schwer, Veranstaltungsorte zu finden, da kein Eintritt verlangt und nur Getränke konsumiert würden, erzählt sie.

Vielleicht gelingt ihr mit der neuen Palma-Location, die für das nächste Event gewonnen wurde, ja der gewünschte Schub. Erstmals lädt Internations am 25. Mai ab 21 Uhr in den Club de Mar zum Plaudern, Trinken und Tanzen. Neuzugänge sind ausdrücklich erwünscht.

(von Maike Schulte)

(aus MM 21/2018)

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