Port d'Alcúdia will "kein Misthaufen" sein

Demonstration gegen Müllimporte von europäischem Festland

Alcúdia, Mallorca |
Rund 300 Demonstranten waren am Hafen von Alcúdia auf die Straße gegangen. In Alcúdia wird der Müll von den Schiffen auf LKW ver

Rund 300 Demonstranten waren am Hafen von Alcúdia auf die Straße gegangen. In Alcúdia wird der Müll von den Schiffen auf LKW verladen.

Foto: Foto: Ultima Hora

Rund 300 Demonstranten sind vergangene Woche in Port d'Alcúdia auf die Straße gegangen, um gegen die Müllimporte zu protestieren, die über den Hafen von Alcúdia abgewickelt werden. Der mallorquinische Müllentsorger Tirme hat allein Ende vergangenen Jahres mehr als 80.000 Tonnen Müll aus Süditalien und Irland auf der Insel verbrannt.

Die protestierenden Anwohner und Umweltaktivisten skandierten, nicht der Misthaufen Europas sein zu wollen. Man fürchtet vor allem den Gestank der Transporte. Bei dem "Import-Müll" handelt es sich um sogenannte Ersatzbrennstoffe (ESB), die aus gepresstem Restmüll gewonnen werden und von Tirme in der Anlage Son Reus bei Bun-yola verbrannt werden. Die ESB kommen in Ballen gepresst und in Plastikfolie gepackt auf Mallorca an.

Müllentsorger Tirme antwortet derweil mit einer Anzeigenkampagne in diversen Inselmedien und hält dagegen, dass allein 2014 mit Müllimporten 1,8 Millionen Euro umgesetzt wurden, dank derer der Strompreis konstant gehalten werden konnte. Mit der Verbrennung habe man gleichzeitig Energie für 51.000 Haushalte gewonnen. Die Müllballen seien vom Energiewert mit Kohle vergleichbar. Das Unternehmen räumte aber Verschmutzungen und Gestank auf den Transporten ein. Man kümmere sich um eine Lösung.

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